Holz im sozialen Wohnungsbau

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Redner, Veranstalter und Gastgeber der Veranstaltung „Cluster innovativ – Sozialer Wohnungsbau“ (von links): Hans-Joachim Hölz
Redner, Veranstalter und Gastgeber der Veranstaltung „Cluster innovativ – Sozialer Wohnungsbau“ (von links): Hans-Joachim Hölz (Wirtschafts- und Innovationsförderungsgesellschaft Landkreis Ravensburg), Jan Bulmer (proHolzBW), Ludger Dederich (Ho (Foto: proHolzBW)
Schwäbische Zeitung

Die „proHolzBW GmbH“ setzt sich für eine stärkere Verwendung des Werkstoffes Holz in Baden-Württemberg ein. Außerdem stärkt sie nach eigenen Angaben als Drehscheibe der Netzwerke Forst und Holz die Zusammenarbeit innerhalb der Wertschöpfungskette und intensiviert die Kommunikation in die Gesellschaft. Kernaufgaben seien die Vernetzung von Unternehmen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen, Architekten, Ingenieuren und Kommunen. (sz)

Der Bedarf an sozialem Wohnraum ist groß. Welche Rolle kann der moderne Holzbau dabei spielen? Dieser Frage gingen im Dorfgemeinschaftshaus Deuchelried unlängst etwa 120 Vertreter kommunaler und privater Bauträger, von Wohnungsbaugesellschaften und sozialen Einrichtungen sowie Planer, Ingenieure, Architekten und Entscheidungsträger aus Gemeinderäten und Kreistagen nach.

Die Teilnehmer waren einer Einladung des Netzwerks Forst und Holz Allgäu-Oberschwaben und der „proHolzBW GmbH“ zur Veranstaltung „Cluster innovativ – Sozialer Wohnungsbau“ gefolgt, bei der Fachleute laut Mitteilung die Leistungskraft und die Vorteile des Holzbaus im Objektbau vorstellten. Professor Ludger Dederich (Hochschule Rottenburg) griff die Frage nach den Kosten für sozialen Wohnungsbau auf. Er kritisierte, diese nach dem Preis pro Quadratmeter zu kalkulieren. Ein Umdenken sei notwendig, das die Funktionalität von Wohnraum und dessen Anpassungsfähigkeit an die Bedürfnisse zukünftiger Bewohner in den Fokus rücke. Insbesondere im innerstädtischen Bereich böten sich dem Holzbau ideale Voraussetzungen.

Mit Holz schneller bauen

Durch den im modernen Holzbau üblichen hohen Vorfertigungsgrad einzelner Bauelemente oder ganzer Module, könnten Bauvorhaben schneller abgeschlossen werden als beim Einsatz anderer Baustoffe wie Beton und Stahl. Der Dornbirner Architekt Johannes Kaufmann präsentierte Objekte, in denen dies beispielhaft umgesetzt wurde. Die Frage, ob Holzbau in der Endabrechnung teurer sei als die konventionelle Bauweise, verneinte Kaufmann, heißt es in der Mitteilung der „proHolzBW“ weiter.

Der Isnyer Architekt Edwin Heinz hob demnach in seinem Vortrag hervor, dass sozialer Wohnungsbau nicht nur als geförderter Wohnungsbau begriffen werden sollte, sondern auch die sozialen Belange der Bewohner berücksichtigt werden müssten. Wie sich die Herangehensweise an soziale Wohnbauprojekte aus Sicht eines Holzbaubetriebs darstellt, zeigte Heinz Weizenegger aus Bad Wurznach, dessen gleichnamige Firma bereits eine Reihe sozialer Wohnbauobjekte umgesetzt hat.

Wangens OB Michael Lang begrüßte laut Mitteilung, dass das Netzwerk Forst und Holz Allgäu-Oberschwaben und „proHolzBW“ die Veranstaltung über sozialen Wohnungsbau nach Deuchelried gebracht haben. Die Stadt Wangen stehe dem Holzbau positiv gegenüber. Ein Punkt, dem sich die Kommunen stärker zuwenden müssten, seien die individuellen Bedürfnisse der Bewohner von sozialen Wohnbauprojekten.

Die „proHolzBW GmbH“ setzt sich für eine stärkere Verwendung des Werkstoffes Holz in Baden-Württemberg ein. Außerdem stärkt sie nach eigenen Angaben als Drehscheibe der Netzwerke Forst und Holz die Zusammenarbeit innerhalb der Wertschöpfungskette und intensiviert die Kommunikation in die Gesellschaft. Kernaufgaben seien die Vernetzung von Unternehmen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen, Architekten, Ingenieuren und Kommunen. (sz)

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