Grund- und Werkrealschule Niederwangen hat so viele Schüler wie nie

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 Noch vor wenigen Jahren drohte in Niederwangen eine Schulschließung.
Noch vor wenigen Jahren drohte in Niederwangen eine Schulschließung. (Foto: Susi Weber)
Redaktionssekretariat

Im Februar 2016 wurde die Internationale Vorbereitungsklasse (IVK) in Niederwangen im Erdgeschoss des Rathauses eingerichtet. Nun wird sie in Kürze der Vergangenheit angehören. „Die Schülerzahlen sind rückläufig“, erklärte Niederwangens Schulleiter Peter Schlichte am Dienstag im Ortschaftsrat. Im besten Falle hätte die IVK laut Schlichte im kommenden Schuljahr fünf, im schlechtesten zwei Schüler – in jedem Fall zu wenig, um eine Genehmigung des Schulamtes zu erhalten. Internationale Vorbereitungsklassen sind Klassen für Schüler aus dem Ausland, die zum ersten Mal in Deutschland eine Schule besuchen und deren Kenntnisse in der deutschen Sprache für den Besuch einer Regelklasse nicht ausreichen. Die IVK, die in Wangen in den vergangenen Jahrzehnten schon an mehreren Standorten angesiedelt war, hatte zu Beginn in Niederwangen 13 Schüler. Mit der Flüchtlingsbewegung hatte sie nur bedingt zu tun. Schüler hatten beispielsweise auch kroatische, ungarische oder polnische, früher auch türkische oder portugiesische Wurzeln. Schulleiter Peter Schlichte zeigte sich im Übrigen überzeugt: „Wir brauchen in der Stadt eine Vorbereitungsklasse.“ (swe)

Kaum zu glauben, dass vor noch wenigen Jahren in Niederwangen noch eine Schulschließung drohte. Inzwischen bewegt sich die Grund- und Werkrealschule Niederwangen mit derzeit 239 und ab Herbst (mindestens) 246 Schülern auf Rekordniveau. „Mit den Räumlichkeiten müssen wir in die Gänge kommen“, mahnte Schulleiter Peter Schlichte bei der Ortschaftsratssitzung am Dienstag an: „Es wird eng an der Schule.“

Einmal im Jahr stellt Schlichte dem Ortschaftsrat die Schule samt ihren Zahlen, ihrem stark berufsbezogenen Profil, ihrem Selbstverständnis und ihren Besonderheiten detailliert vor. „Sie sehen einen gut gelaunten Schulleiter. Die Zahlen passen. Es geht ganz toll voran“, erklärte Schlichte. 63 Grundschüler und 183 Werkrealschüler werden im Schuljahr 2018/19 aller Voraussicht nach die Niederwangener Schule besuchen. In den Klassenstufen fünf bis sieben ist die Schule durchgängig zweizügig: „In Klasse acht stehen wir mit derzeit 27 Schülern kurz vor der Teilung.“ Dass die Schulsozialarbeit im kommenden Jahr nochmals ausgedehnt wird, die Bildungspartnerschaft mit der IHK Ulm (und damit das für die Schüler komplett kostenfreie Kennenlernen verschiedener Berufsbereiche) bestehen bleibt und die Digitalisierung der Fachräume voranschreitet, sind nur drei von vielen Entwicklungen, die Schlichte als „wirklich erfreulich“ beschrieb.

„Es ist schön zu hören, dass es unserer Schule gut geht“, merkte Ortschafts- und Gemeinderat Hans-Jörg Leonhardt an. Entgegen jeglichem Landestrend habe sich die Werkrealschule etabliert: „Wie aber kommen wir mit den Räumlichkeiten klar?“ Ortsvorsteher Berthold Riether brachte es so auf den Punkt: „Übergangslösungen gibt es immer. Man muss aber schon die Entwicklung im Auge haben und das Wachstum verfolgen, das sich abzeichnet in Richtung genereller Zweizügigkeit.“ Weiter sagte Riether: „So viele Schüler in Niederwangen haben wir noch gar nie gehabt. Langfristig müssen wir handeln.“

Wie genau diese Lösungen aussehen könnten, konnte Schulleiter Peter Schlichte auch auf Nachfrage der Schwäbischen Zeitung am Mittwoch nicht sagen: „Es gibt mehrere Optionen, auszuweichen. Spruchreif ist aber noch nichts.“ Möglicherweise kann auch der im Erdgeschoss des Rathauses hergerichtete Raum für die Internationale Vorbereitungsklasse (IVK) eine kurzfristige Entlastung bedeuten und bringen

Im Februar 2016 wurde die Internationale Vorbereitungsklasse (IVK) in Niederwangen im Erdgeschoss des Rathauses eingerichtet. Nun wird sie in Kürze der Vergangenheit angehören. „Die Schülerzahlen sind rückläufig“, erklärte Niederwangens Schulleiter Peter Schlichte am Dienstag im Ortschaftsrat. Im besten Falle hätte die IVK laut Schlichte im kommenden Schuljahr fünf, im schlechtesten zwei Schüler – in jedem Fall zu wenig, um eine Genehmigung des Schulamtes zu erhalten. Internationale Vorbereitungsklassen sind Klassen für Schüler aus dem Ausland, die zum ersten Mal in Deutschland eine Schule besuchen und deren Kenntnisse in der deutschen Sprache für den Besuch einer Regelklasse nicht ausreichen. Die IVK, die in Wangen in den vergangenen Jahrzehnten schon an mehreren Standorten angesiedelt war, hatte zu Beginn in Niederwangen 13 Schüler. Mit der Flüchtlingsbewegung hatte sie nur bedingt zu tun. Schüler hatten beispielsweise auch kroatische, ungarische oder polnische, früher auch türkische oder portugiesische Wurzeln. Schulleiter Peter Schlichte zeigte sich im Übrigen überzeugt: „Wir brauchen in der Stadt eine Vorbereitungsklasse.“ (swe)

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