Große Bühne für alle Neuravensburger Engagierte

Lesedauer: 6 Min
Sie gehörten zu jenen, die beim diesjährigen Neujahrsempfang von Ortsvorsteher Hermann Schad ausgezeichnet wurden (von links): M
Sie gehörten zu jenen, die beim diesjährigen Neujahrsempfang von Ortsvorsteher Hermann Schad ausgezeichnet wurden (von links): Michael Schlingmann, Christine Moßig, Petra Lischke, Bärbel Fischer, Fidel Rief, Nina Bäumler und Wolfgang Roth. (Foto: Susi Weber)
Redaktionssekretariat

Wangens größte Ortschaft ist wieder kleiner geworden. Aktuell leben 2952 Einwohner dort. Davon sind 1460 weiblich und 1492 männlich. 213 sind ausländische Mitbürger. Mit 38 Geburten zählte Neuravensburg laut Hermann Schad „so viele Geburten wie seit 20, 30 Jahren nicht mehr“. Der Ortsvorsteher dachte auch gleich ein paar Jahre voraus: „Das gibt in jedem Fall zwei Grundschulklassen.“ 22 Neuravensburger verstarben im vergangenen Jahr. Den 18 Eheschließungen stehen neun Scheidungen gegenüber. Ebenfalls wurden elf Goldene Hochzeiten sowie 88 „runde“ Geburtstage zwischen 70 und 90 Jahren registriert. Schad: „Neun Personen sind älter als 90 Jahre.“ Der Ortschaftsrat kam zu neun Sitzungen zusammen. Wichtige Themen waren unter anderem die Dorfentwicklung Roggenzell, Breitbandanschlüsse von Dabetsweiler, Roggenzell und den umliegenden Weilern oder die Aufnahme der Weihersanierung in die Prioritätenliste der Stadt. (swe)

Der Wintereinbruch mit seinen gewaltigen Schneemengen ist beim Neujahrsempfang in Neuravensburg am Sonntag spürbar gewesen: Die Reihen waren durchaus lichter als in den Vorjahren – und die Feuerwehr konnte nur ein paar Minuten verweilen, bevor sie zum nächsten Einsatz ausrückte. Ortsvorsteher Hermann Schad ging wie gewohnt ausführlich auf das zurückliegende Jahr ein – und benannte auch einige Ziele für 2019.

Bilanz ziehen lautete das Motto von Hermann Schad. Bilanz nicht nur zu dem, was im doch überschaubaren Neuravensburg, sondern auch, was im „großen Ganzen“ so geschehen ist. Mit der Zufriedenheit der Deutschen und einer Umfrage aus dem Frühjahr 2018 beschäftigte sich Schad und schloss: „Die mit über 90 Prozent sehr hohe bis hohe Zufriedenheit der Menschen bezüglich ihrer Lebenssituation hängt vor allem von den jeweiligen, lokalen Verhältnissen ab. Da sind wir im Süden Deutschlands und ganz besonders in unserer Region sehr gut aufgestellt.“

Zu jenen Dingen, die Neuravensburg 2018 bewegte, gehörte der Wohnhausbrand in Föhlschmitten Ende Februar. Schad beklagte die Trockenheit im Frühjahr und Sommer und das Fischsterben im Neuravensburger Weiher. Im September wurde Pfarrer Mattias Hammele in sein neues Amt als Leitender Pfarrer der Seelsorgeeinheit An der Argen eingeführt, zu der auch Wangens größte Ortschaft gehört. Und auch die Neuravensburger Vereine zeigten im vergangenen Jahr wieder sehr große Aktivitäten, die vom Vortrag bis zur Buch-Präsentation über Neuravensburg verlorene Söhne des Ersten Weltkrieges reichten. Für letztere wurden Michael Schlingmann und Wolfgang Roth ausgezeichnet. Im Kindergarten sind nahezu alle Plätze belegt. „Auch unsere Grundschule fährt in sicherem Fahrwasser“, teilte Schad mit. Etwas Sorge bereite ihm die Situation der Neuravensburger Gasthäuser. Im November schloss die Pizzeria Adriatica.

Zu jenen, die der Ortschaftschef zu ehren hatte, gehörte die 16-jährige Nina Bäumler, die bei der Messerattacke in der Ravensburger Fußgängerzone am 28. September einem Schwerverletzten Erste Hilfe leistete und dafür mit dem Zivilcouragepreis des Weißen Rings ausgezeichnet wurde. Als „beeindruckendes Beispiel für privates Engagement zugunsten der Allgemeinheit“ sprach Schad Christine Moßig seinen Dank aus. Sie sammelt bei ihren täglichen Spaziergängen herumliegenden Müll auf. Einiges zu erzählen hatten auch die Neuravensburger Pratoläufer Petra Lischke, Bärbel Fischer und Fidel Rief. Stellvertretend für seine beiden DRK-Helfer-vor-Ort (HvO) Kameraden Daniel Schoch und Thomas Müller nahm Peter Benk Gutscheine als Dank für die inzwischen dreiköpfige HvO-Gruppe in Empfang. Schoch und Müller waren bereits wieder im Einsatz.

Viele Projekte stehen an

2019 sollen, so Schad, noch im ersten Quartal die Bauarbeiten für den Vereinsraum des Burg- und Heimatvereins abgeschlossen werden. Danach kann mit dem Bestücken des Archivs begonnen werden. Schon bald werden auch die separaten Toiletten für die Kindergruppe in der alten Schule in Schwarzenbach fertig sein. Auf dem Plan für das neue Jahr steht außerdem die Instandsetzung der Außenfassade des Boeckeler Stadels. „Der zweite Teil des Bebauungsplanes Schwarzenbach-Nord, in der Fortsetzung der Wagner-Sutter-Straße, soll in diesem Jahr entstehen“, erklärte Schad: „Hoffen wir, dass das Verfahren zügig vorangeht.“ Daneben wird die Umgestaltung des Parkplatzes an der Kirchstraße umgesetzt. Ja, und dann wird Neuravensburg zwischen Mai und November auch einer von knapp 40 Orten einer Skulpturenausstellung in Oberschwaben sein, bei der – zwischen Ulm, Sigmaringen und bis zum Bodensee – 50 abstrakte Skulpturen aus rostrotem, massivem Vierkantstahl eine Verbindung unterschiedlichster Orte in Oberschwaben herstellen. Künstler ist Robert Schad, ein Cousin des Neuravensburger Ortsvorstehers. Für den richtigen, musikalischen Ton beim Neujahrsempfang Neuravensburg sorgte die Bläsergruppe des Musikvereins Schwarzenbach.

Auch „Storchs“ wurden überrascht

„Auch unsere Neuravensburger Störche sind offenbar vom Winter überrascht worden“, sagte Ortsvorsteher Hermann Schad im Rahmen des Neujahrsempfangs am Sonntag in der Turn- und Festhalle. Jedenfalls standen die Störche laut Schad am Samstagnachmittag auf ihrem Nest in der Bodenseestraße und ließen die ergiebigen Schneefälle über sich ergehen. Zu hoffen bleibt natürlich, dass ihre Entscheidung, hier zu überwintern, nicht die falsche war, Kälte und Schnee ihnen nicht allzu sehr zusetzen und sie vor allem in Bälde wieder Nahrung finden.

Wangens größte Ortschaft ist wieder kleiner geworden. Aktuell leben 2952 Einwohner dort. Davon sind 1460 weiblich und 1492 männlich. 213 sind ausländische Mitbürger. Mit 38 Geburten zählte Neuravensburg laut Hermann Schad „so viele Geburten wie seit 20, 30 Jahren nicht mehr“. Der Ortsvorsteher dachte auch gleich ein paar Jahre voraus: „Das gibt in jedem Fall zwei Grundschulklassen.“ 22 Neuravensburger verstarben im vergangenen Jahr. Den 18 Eheschließungen stehen neun Scheidungen gegenüber. Ebenfalls wurden elf Goldene Hochzeiten sowie 88 „runde“ Geburtstage zwischen 70 und 90 Jahren registriert. Schad: „Neun Personen sind älter als 90 Jahre.“ Der Ortschaftsrat kam zu neun Sitzungen zusammen. Wichtige Themen waren unter anderem die Dorfentwicklung Roggenzell, Breitbandanschlüsse von Dabetsweiler, Roggenzell und den umliegenden Weilern oder die Aufnahme der Weihersanierung in die Prioritätenliste der Stadt. (swe)

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen