GOL sieht Vorarlberg als Vorbild für den hiesigen Busverkehr an

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 Michael Stabodin (Mitte) Geschäftsführer von Landbus Unterland und Stadtbus Dornbirn, informiert GOL-Vertreter auf dem Busbahnh
Michael Stabodin (Mitte) Geschäftsführer von Landbus Unterland und Stadtbus Dornbirn, informiert GOL-Vertreter auf dem Busbahnhof in Dornbirn über die aktuelle Situation des ÖPNV in Vorarlberg. (Foto: GOL)
Schwäbische Zeitung

Im Zuge der aktuellen Diskussionen zum Stadtbus und dem öffentlichen Nahverkehr haben sich Vertreter der Wangener GOL-Gemeinderatsfraktion und des Vorstands vor Ort über das „gut funktionierende und zukunftweisende Modell des öffentlichen Nahverkehrs in Vorarlberg und Dornbirn“ informiert. Laut Mitteilung der GOL bietet das dortige System Impulse für das „neu zu überdenkende Verkehrskonzept der Energie-Stadt Wangen“.

Demnach hat Dornbirn bereits in den frühen 1990er-Jahren den Stadtbusverkehr reformiert. Dort sei mit drei Buslinien im 30-Minuten-Takt sowie sechs Bussen gestartet worden. Weitere Eckpunkte des nach Ansicht der GOL erfolgreichen Modells seien ein in ganz Vorarlberg einheitliches Tarifsystem, die einfache Verknüpfung der Linien über einen „Rendezvous-Punkt“ an zentraler Stelle und der sukzessive Ausbau von Taktung und Verkehrsnetz.

„Durch das gute Zusammenspiel der beiden Systeme Land- und Stadtbus kann auf den Hauptachsen inzwischen ein Fünf- bis Zehn-Minuten-Takt erreicht werden“, konstatiert die GOL nach ihrem Informationsbesuch. Auf nahezu allen Streckenabschnitten sei ein 15-Minuten-Takt von montags bis freitags und am Samstag etabliert. Zudem verkehrten die Busse auch nachts sowie an Wochenenden bis in die frühen Morgenstunden.

Die GOL zitiert überdies Michael Stabodin, Geschäftsführer von Landbus Unterland und Stadtbus Dornbirn. Dieser sieht den Erfolg des Vorarlberger Verkehrssystems auch in der gemeinsamen Haltung der Gemeindeverantwortlichen. Dem Gemeindeverband Landbus Unterland gehörten 22 Gemeinden im Rheintal von Lochau bis Götzis an. Sie stünden geschlossen hinter der Reform, die stets weiter entwickelt werde. „Neuesten Umfragen zur Folge konnte mit dem aktuellen Verkehrskonzept in Dornbirn der Individualverkehr um 20 Prozent reduziert werden“, so die GOL. Deren Fazit lautet: „Es gibt viele erprobte und erfolgreiche Maßnahmen aus anderen Städten, die die Stadt Wangen, auf die örtlichen Verhältnisse angepasst, übernehmen kann.“

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