Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten ehrt langjährige Gewerkschaftsmitglieder

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Freuen sich über die Ehrungen (von links): Jubilar Hans Buck, NGG-Geschäftsführerin Karin Brugger und Jubilar Alfred Schuler
Freuen sich über die Ehrungen (von links): Jubilar Hans Buck, NGG-Geschäftsführerin Karin Brugger und Jubilar Alfred Schuler (Foto: NGG)
Schwäbische Zeitung

Neun langjährige Gewerkschaftsmitglieder hat die Gewerkschaft NGG am 7. Juli auf ihrem Sommerfest geehrt, um sich für 25, 40 und 70 Jahre der Mitgliedschaft zu bedanken. So wurden hier auch Hans Buck aus Wangen für 70-jährige und Alfred Schuler aus Wolpertswende für 40-jährige Mitgliedschaft gedankt, teilt die Gewerkschaft mit.

Die NGG-Geschäftsführerin Karin Brugger nahm in ihrer Ansprache zu den aktuellen gewerkschaftlichen Positionen Stellung. So werde seit Jahren von der Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) das Arbeitszeitgesetz massiv angegriffen. Unter dem Vorwand der Flexibilisierung der Arbeitszeit solle das Rad der Geschichte zurückgedreht und die tägliche Höchstarbeitszeit hochgeschraubt werden. Auch im Hinblick auf die vagen Ankündigungen im Koalitionsvertrag forderte Brugger: „Hände weg vom Arbeitszeitgesetz.“

Auch auf die Eintrittsjahre und die Erfolge der NGG blickte die Gewerkschafterin zurück. Die NGG habe eine spannende Geschichte, die sich – wie jede Geschichte – über eine Spanne von so vielen Jahren aus vielen kleinen Geschichten zusammensetze. Dies seien Geschichten von Leid und Aufbegehren, von Kämpfen, Siegen und Niederlagen, von Verboten und Triumphen, vom Geist der Solidarität und dem Ziel, das Leben der Arbeitnehmer zu verbessern, sie teilhaben zu lassen am gemeinsam erarbeiteten Wohlstand mittels dem, was heute gern „gute Arbeit“ genannt werde.

„Unsere Geschichte zeigt auch, wie wenig selbstverständlich unsere vermeintlichen Selbstverständlichkeiten des 21. Jahrhunderts sind“, sagte Karin Brugger. Beispielsweise seien freie Tage, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Frauenrechte und Mutterschutz, bezahlte Urlaubstage, Ausbildung, Bildungsurlaub und Mindestlohn keine freundlichen Geschenke von Arbeitgebern oder fürsorglichen Regierungen. Es seien Errungenschaften, die über Jahre und Jahre mit Mut und manchen Opfern hart erkämpft wurden. „Unsere Mitglieder haben ihren Teil dazu beigetragen und waren überzeugt davon, dass nur Einigkeit stark macht und sind deshalb Gewerkschaftsmitglied geworden“, so Brugger.

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