FC Wangen startet den nächsten Versuch

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 Der FC Wangen (rechts Okan Housein, daneben Erik Biedenkapp) hat noch an der Niederlage gegen Heiningen zu knabbern.
Der FC Wangen (rechts Okan Housein, daneben Erik Biedenkapp) hat noch an der Niederlage gegen Heiningen zu knabbern. (Foto: Josef Kopf)
Markus Prinz

Der FC Wangen gastiert am Samstag um 14 Uhr in der Fußball-Verbandsliga bei der TSG Tübingen und hofft nach acht sieglosen Spielen auf die ersten drei Punkte der Saison. Tübingen steht mit einer ausgeglichenen Bilanz im Mittelfeld der Tabelle, benötigt aber ebenfalls dringend Punkte, um nicht in den Abstiegssumpf zu rutschen.

Noch immer hat der FC Wangen an der schmerzlichen Niederlage vom vergangenen Wochenende gegen den Aufsteiger 1. FC Heiningen zu knabbern. Nach einer starken Anfangsviertelstunde geriet der FC überraschend in Rückstand, verlor danach nicht nur den Faden, sondern durch einen strittigen Platzverweis auch noch Jan Gleinser. Am Ende stand ein enttäuschendes 3:4 nach einer turbulenten Schlussphase.

Es läuft beim FC Wangen aktuell also alles schief, was schief laufen kann. „Das Spiel gegen Heiningen fällt uns wirklich schwer zu verarbeiten. Ich kann der Mannschaft in Sachen Einsatzbereitschaft keinen Vorwurf machen, sie gibt sich auch nach derartigen Genickschlägen nicht auf“, sagt FCW-Trainer Adrian Philipp. Was bleibt, ist aber lediglich ein Zähler und die Rote Laterne in der Verbandsliga. Für Philipp aber kein Grund, Trübsal zu blasen. „Auch wenn derzeit vieles gegen uns läuft, dürfen wir nicht in Selbstmitleid verfallen.“ Positiv stimmt ihn das Miteinander. „Die Stimmung untereinander ist immer noch sehr gut.“ Daher rechnet sich Philipp auch gegen die TSG Tübingen mit ihrer „starken Offensive“ was aus.

Gleinser ist drei Spiele gesperrt

Die Tübinger, die sich nach dem Aufstieg vor einem Jahr im so oft als schwierig bezeichneten zweiten Verbandsligajahr befinden, sind holprig in die neue Saison gestartet. Nach zwei Niederlagen ist die TSG aber jetzt wohl in Fahrt gekommen – seit nunmehr vier Spielen sind die Gastgeber ungeschlagen. Woran Tübingens Trainer Divljak Goran gearbeitet hat, ist an den Ergebnissen abzulesen. In der Vorsaison stellte Tübingen als Tabellensechster zwar noch die beste Offensive der Liga, aber mit 73 Gegentreffern auch die löchrigste Abwehr. Nun scheint sich die Defensive aber stabilisiert zu haben. Lediglich zwei Gegentore mussten die Tübinger in den vergangenen vier Spielen hinnehmen, was es dem FC Wangen sicherlich nicht einfacher macht, zum Erfolg zu kommen.

Zumal ein Einsatz von Torjäger Thomas Maas noch fraglich ist und Gleinser nach seiner Roten Karte gesperrt ist. „Thomas fehlte diese Woche krankheitsbedingt im Training, das wird sich noch zeigen, ob er spielen kann“, sagt Philipp. Gleinser ist für drei Spiele gesperrt worden, was bei Wangens Trainer Kopfschütteln auslöste. „Geschätzt 300 Leute haben im Stadion gesehen, dass das Foul von Jan keine Rote Karte war und dafür muss er jetzt drei Spiele zuschauen, was ich nicht verstehen kann.“ Philipp will sich aber nicht länger damit befassen. „Wir können es eh nicht mehr ändern.“

Gegen die „Wundertüte“ Tübingen (Philipp) warnt er seine Mannschaft vor einem Gegner mit „vielen guten und intelligenten Spieler“. Ein entscheidender Unterschied: „Die Tübinger treffen meist die richtige Entscheidung, gerade was den letzten und entscheidenden Pass betrifft, was uns momentan fehlt.“

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