Erfreuliches Haushaltsjahr 2017, gute Prognosen für 2018

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Der neue Rekord bei der Gewerbesteuer mit rund 17,2 Millionen Euro hat sich bestätigt.
Der neue Rekord bei der Gewerbesteuer mit rund 17,2 Millionen Euro hat sich bestätigt. (Foto: DPA/Oliver Berg)

Erfreuliche Zahlen aus dem abgelaufenen Jahr, bereits genehmigter und damit rechtskräftiger Haushalt für 2018: In ihrem Quartalsbericht wird die Kämmerei in der nächsten Sitzung des Wangener Gemeinderats (Montag, 18 Uhr) in erster Linie positive Nachrichten überbringen.

Noch sind nicht alle Abschlussbuchungen erfolgt, doch schon jetzt steht fest, dass viele Zahlen für das abgelaufene Haushaltsjahr noch erfreulicher sind als zuletzt schon vermutet. Wie aus der aktuellen Sitzungsvorlage hervorgeht, hat sich der neue Rekord bei der Gewerbesteuer mit rund 17,2 Millionen Euro bestätigt (2016: 16,5 Millionen Euro). Auch der Gemeindenanteil an der Einkommenssteuer fällt mit etwa 15 Millionen Euro um eine Million besser aus als erwartet, zudem liegen die Schlüsselzuweisungen mit etwa 10,6 Millionen Euro knapp eine halbe Million über dem Plan. Weil in einigen Bereichen auch die Ausgaben niedriger ausfallen, fällt das Ergebnis des Verwaltungshaushalts (laufende Kosten) um rund 6,7 Millionen Euro besser aus. Dies hat zur Folge, dass statt der ursprünglich geplanten 1,2 Millionen nun rund 7,9 Millionen Euro für den Vermögenshaushalt, also für Investitionen, zur Verfügung standen.

Dort gab es unter anderem wegen verschobener oder nicht abgeschlossener Bauprojekte sowohl weniger Ein- als auch weniger Ausgaben. Sogenannte Haushaltsreste aus 2016 in Höhe von gut zwölf Millionen Euro, die wegen der Umstellung in die doppische (und damit unternehmerische) Buchführung nicht nach 2018 übertragen werden können, verbessern laut Sitzungsvorlage das Rechnungsergebnis für 2017 deutlich. Eine ursprünglich geplante Rücklagenentnahme in Höhe von 900 000 Euro ist deshalb nicht nötig. Mehr noch: Der allgemeinen Rücklage können laut Kämmerei sogar rund vier Millionen zugeführt werden. Sie steigt damit auf 11,8 Millionen Euro.

Auch die städtischen Schulden im Kernhaushalt sinken auf ein langjähriges Minus von 3,7 Millionen Euro – zwei Millionen weniger als geplant.

Auch die Nachrichten für das laufende Haushaltsjahr sind positiv. Laut Kämmerei werden die Ansätze im ersten doppischen Haushalt wohl erreicht. Wegen der anhaltend starken Konjunktur seien Mehreinnahmen bei der Einkommenssteuer und bei der Gewerbesteuer zu erwarten. Bei letzterer erwartet die Verwaltung nach derzeitigem Stand rund 16 Millionen Euro, 600 000 Euro mehr als im Planansatz.

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