Achtung, es sind wieder Schulkinder unterwegs.
Achtung, es sind wieder Schulkinder unterwegs. (Foto: Archiv: Holger Hollemann)
Schwäbische Zeitung

Am Montag hat wieder die Schule begonnen. Die Verkehrswacht Württembergisches Allgäu erinnert daran, dass in den nächsten Tagen und Wochen erhöhte Aufmerksamkeit und Vorsicht von allen Verkehrsteilnehmern im Straßenverkehr gefordert ist. „Bei aller Freude darüber birgt der Schulanfang und der damit verbundene Schulweg besondere Risiken für die kleinen ABC-Schützen“, sagt Joachim Arnold.

Wenn Kinder in die Schule kommen, stehen diese laut dem Vorsitzenden der Verkehrswacht Württembergisches Allgäu und Vorstandsmitglied der Kreisverkehrswacht Ravensburg vor einer neuen und großen Herausforderung – dem Schulweg. Erstklässler wüssten noch nicht, was es mit den Regeln im Straßenverkehr auf sich hat. Eltern müssten ihre Kleinen daher auf den Schulweg vorbereiten und ihnen erklären, was sie im Straßenverkehr zu beachten haben. Eine verantwortungsvolle Aufgabe, die viel Zeit, Geduld und Einfühlungsvermögen erfordert, so die Verkehrswacht weiter.

„Als Eltern haben Sie eine Vorbildfunktion: Beachten Sie stets alle Vorschriften sorgsam“, mahnt Arnold. „Mal eben ausnahmsweise über eine rote Ampel springen, weil die Zeit drängt, sollten Sie unbedingt vermeiden. Möglicherweise merkt sich Ihr Kind diese eine Ausnahme und tut es Ihnen irgendwann gleich.“ Aber nicht nur den Erstklässlern gelte die Aufmerksamkeit. Auch die älteren Schüler sollten immer wieder an die wichtigen Regeln im Straßenverkehr erinnert werden. Vor allem die „alten Hasen“ vergessen gerne die Gefahren.

Einen Apell gibt Arnold auch an die Eltern. „Trauen Sie Ihren Kindern auch etwas zu. Das ,Elterntaxi’ ist für die Entwicklung der Kinder nicht immer der ideale Weg. Ein selbstständiges Zur-Schule-gehen gehört zu den wesentlichen Fähigkeiten.“ Übrigens: Kinder sollten mit dem Fahrrad erst nach der erfolgten Radfahrausbildung in Klasse vier zur Schule fahren, da die Regeln und auch die Motorik erst dann entsprechend geübt worden seien.

Die Tipps der Verkehrswacht

Damit Eltern ihre Kinder fit für den Schulweg machen können, gibt die Verkehrswacht Tipps:

- Ermitteln Sie den sichersten Weg zur Schule. Das ist nicht immer der kürzeste, aber mit Sicherheit der beste Weg. Joachim Arnold rät auch nach dem Schulwegplan bei der Schule zu fragen. Bereits seit 2016 muss ein solcher von den Schulen und den Kommunen erstellt und bereitgestellt werden.

- Gehen Sie den Schulweg mehrfach gemeinsam, am besten wochentags genau zu der Zeit, zu der das Kind demnächst in die Schule geht.

- Besprechen Sie die Gefahrenquellen auf dem Weg ausführlich und erklären Sie Ihrem Kind, dass es die Straße nur an gesicherten Stellen überqueren darf, also an Ampeln oder Zebrastreifen. Üben Sie mit ihm, wie es sich an diesen Stellen richtig verhält.

- Rollentausch: Lassen Sie sich von Ihrem Kind zur Schule führen. Dabei soll es Ihnen erklären, was es sieht und was es deshalb tun möchte.

- Begleiten Sie Ihr Kind am Anfang auf dem Schulweg und prüfen Sie auch später, ob Ihr Kind den empfohlenen Weg benutzt

- Wenn Ihr Kind mit dem Schulbus oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt, üben Sie auch hier das richtige Verhalten – an der Bushaltestelle, beim Ein- und Aussteigen und im Bus. (sz)

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