Von der Wiege bis zur Bahre heißt das diesjährige Motto des Leupolzer Museumsfestes, für das die entsprechende Ecke im Museum
Von der Wiege bis zur Bahre heißt das diesjährige Motto des Leupolzer Museumsfestes, für das die entsprechende Ecke im Museum umgestaltet wurde. Franz Nieß (links) und Paul Weber berichten von einem guten Jahr, dass das nunmehr seit 14 Jahren bestehende Museum erlebt hat. (Foto: Susi Weber)
Redaktionssekretariat

Im und um das Museum Dorfstadel Leupolz wird am Sonntag, 23. September, zwischen 11 und 17 Uhr das Museumsfest gefeiert. „Von der Wiege bis zur Bahre“ lautet in diesem Jahr das Motto. Schuhmacher Josef Stemmer zeigt seine Handwerkskunst. Die Handarbeitsgruppe mit Klara Weber, Hedwig Wörz, Edeltraud Maier und Maria Werder wird – zeitweise auch mit Zitherbegleitung – Handarbeiten wie vor 100 Jahren vorführen und/ oder spinnen. Christel Schulze webt Flickenteppiche. Zudem gibt es Oldtimer-Traktoren von Anton Detzel zu sehen. Ein Leiterbauer wird zeigen, wie eine Holzleiter gebaut und Gerätestiele ersetzt werden. Kinder dürfen sich am Streichelzoo erfreuen. Im Museum werden um 11.15, 13.15 und 15.15 Uhr (und bei Bedarf auch zusätzliche) Führungen durch Josef Frei, Walter Graf, Josef Steinhauser, Walter Achberger, Franz Nieß, Paul Weber und Anton Schorer angeboten. Für die Verköstigung sorgen der TSV Leupolz, die Landfrauen sowie die Museumsvereins-Mitglieder mit Mittagessen, Kaffee und Kuchen und Köstlichkeiten aus dem Backhäusle. Auch dem Weinberg und dem Himmelszipfele kann ein Besuch abgestattet werden. Heinz Findeisen, Christa Huber, Hugo Fischer, Waltraud und Hermann Baumann sowie Georgia Mühleis freuen sich dort auf viele Besucher. Auf dem Weinberg wird selbst hergestellter Wein und Suser angeboten. Im Himmelszipfele gibt es Kräuterführungen. Eintritt und Führungen sind am Sonntag frei. Nach dem Museumsfest am Sonntag schließt das Museum seine Pforten und wird danach in die Winterpause gehen. Dennoch können auch in der kälteren Jahreszeit Termine für Gruppen ab fünf Personen unter Telefon 07506 / 497, 07506 /387 und 07506 / 464 sowie per E-Mail an weberpuk@googlemail.com

vereinbart werden. (swe)

15 Jahre ist es her, dass eine 15-köpfige Gruppe die Idee hatte, den alten Kiene-Stadel in Leupolz zum Museum umzunutzen. Die überwiegend aus Rentnern bestehende, ehrenamtliche „Museums-Gruppe“ ist zwar zwischenzeitlich kleiner geworden, dafür sind mit Backhäusle, Acker, Weinberg und Kräutergärtle aber neue Teilbereiche (und auch Helfer) hinzugekommen. Die nun zu Ende gehende 15. Museumssaison wird vom seit 2010 bestehenden Museumsverein am kommenden Sonntag mit dem inzwischen traditionellen Museumsfest Ende September gefeiert.

Im Eingangsbereich stehen mit Kartoffeln gefüllte Kisten. „Wir hatten in diesem Jahr wirklich eine sagenhafte Kartoffelernte“, erzählt Franz Nieß, Vereinsmitglied und ehrenamtlicher Museumsmitarbeiter. 100 bis 120 Kilogramm Kartoffeln sind auf dem 175 Quadratmeter großen Acker neben Kraut, Kohl, Karotten, Zwiebeln, altem Getreide oder „Exoten“ wie Tabak oder Pastinaken gewachsen. Vieles ist aber bereits abgeerntet. Auf dem „Äckerle“ wird vom Frühjahr bis zum Herbst demonstriert, was früher alles in den Gärten angebaut, gehegt und gepflegt wurde. Praktische Demonstration statt musealer, theoretischer Definition – das ist in Leupolz auch in anderen Bereichen die Philosophie.

Kirchenfenster wird ausgestellt

Zwei Stockwerke weiter oben wurde wieder umgestaltet. „Seit März 2018 haben wir das alte Leupolzer Kirchenfenster aus dem Jahr 1870 ausgestellt“, sagt Paul Weber, wie Nieß Vereinsmitglied und Museumsmitarbeiter. 1952, beim Kirchenum- und –anbau, hat man das Fenster ersetzt. Lange Jahre lagerte es in Böblingen. „Josef Kiene hat es wieder nach Leupolz zurückgebracht“, erzählt Weber. Keines Vater Vater gehörte einst der alte Stadel. Das Museum selbst wurde, auch aus Platzgründen, in diesem Jahr laut Nieß „nur durch Kleinigkeiten“ ergänzt: „Wir wollen das Museum nicht überfrachten.“ Im Moment geht es dem Museumsverein vor allem um den Erhalt der Gegenstände, die vorhanden sind. Nieß: „Wichtig ist uns, dass die Gegenstände gebrauchsfähig sind und bleiben. Wir wollen sie einfach nicht nur als Show einsetzen.“

Rund 800 Besucher kamen 2018 ins Museum. 16 Führungen wurden angeboten. Die Zahl jener Schulklassen, die seit 2004 im Museum gewesen sind, erhöhte sich auf 50. Auch im Backhäusle herrschte reger Betrieb. Weber: „Zwölf bis 15 Mal wird es im Jahr genutzt.“ Unter andere waren auch das Kinderferienprogramm und Lehrer der Praßbergschule, an der das Backhäusle früher stand, zu Besuch.

Im und um das Museum Dorfstadel Leupolz wird am Sonntag, 23. September, zwischen 11 und 17 Uhr das Museumsfest gefeiert. „Von der Wiege bis zur Bahre“ lautet in diesem Jahr das Motto. Schuhmacher Josef Stemmer zeigt seine Handwerkskunst. Die Handarbeitsgruppe mit Klara Weber, Hedwig Wörz, Edeltraud Maier und Maria Werder wird – zeitweise auch mit Zitherbegleitung – Handarbeiten wie vor 100 Jahren vorführen und/ oder spinnen. Christel Schulze webt Flickenteppiche. Zudem gibt es Oldtimer-Traktoren von Anton Detzel zu sehen. Ein Leiterbauer wird zeigen, wie eine Holzleiter gebaut und Gerätestiele ersetzt werden. Kinder dürfen sich am Streichelzoo erfreuen. Im Museum werden um 11.15, 13.15 und 15.15 Uhr (und bei Bedarf auch zusätzliche) Führungen durch Josef Frei, Walter Graf, Josef Steinhauser, Walter Achberger, Franz Nieß, Paul Weber und Anton Schorer angeboten. Für die Verköstigung sorgen der TSV Leupolz, die Landfrauen sowie die Museumsvereins-Mitglieder mit Mittagessen, Kaffee und Kuchen und Köstlichkeiten aus dem Backhäusle. Auch dem Weinberg und dem Himmelszipfele kann ein Besuch abgestattet werden. Heinz Findeisen, Christa Huber, Hugo Fischer, Waltraud und Hermann Baumann sowie Georgia Mühleis freuen sich dort auf viele Besucher. Auf dem Weinberg wird selbst hergestellter Wein und Suser angeboten. Im Himmelszipfele gibt es Kräuterführungen. Eintritt und Führungen sind am Sonntag frei. Nach dem Museumsfest am Sonntag schließt das Museum seine Pforten und wird danach in die Winterpause gehen. Dennoch können auch in der kälteren Jahreszeit Termine für Gruppen ab fünf Personen unter Telefon 07506 / 497, 07506 /387 und 07506 / 464 sowie per E-Mail an weberpuk@googlemail.com

vereinbart werden. (swe)

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen