High-Tech aus Wangen wird derzeit in der Kreissparkasse an der Gegenbaurstraße mit dem zum Global Player gewachsenen Unternehme
High-Tech aus Wangen wird derzeit in der Kreissparkasse an der Gegenbaurstraße mit dem zum Global Player gewachsenen Unternehmen SET gezeigt. Unser Bild zeigt SET-Geschäftsführer Frank Heidemann (Zweiter von rechts) sowie Franz Zwisler, Joachim Gambach und Andreas Middelberg (von links) von der Kreissparkasse. (Foto: Susi Weber)
Redaktionssekretariat

Bis Mittwoch, 19. Dezember, besteht in den Räumen der Kreissparkasse an der Wangener Gegenbaurstraße die Gelegenheit, die Unternehmenspräsentation mit Informationen zur Firma SET zu den Öffnungszeiten der Bank (montags bis freitags 9 bis 12.15 Uhr, Montag, Dienstag, Freitag zusätzlich von 14 bis 16 Uhr, donnerstags 14 bis 18 Uhr) zu besuchen. Weitere Informationen zum Unternehmen gibt es unter www.smart-e-tech.de

Da war sie wieder, die berühmte Garage, von der aus viele heute sehr erfolgreiche Firmen gegründet wurden. Im Falle des Unternehmens SET war diese Garage allerdings eine ausgeräumte 100 Quadratmeter-Wohnung, die vor 18 Jahren den Grundstein für den erfolgreichen Weg zum Global Player bildete. Geschichten wie diese gab es am Mittwochabend in der Kreissparkasse bei der Eröffnung der 32. Unternehmenspräsentation mit geladenen 100 Gästen zu erfahren. Für die Öffentlichkeit ist die Ausstellung nun bis kurz vor Weihnachten geöffnet.

„Seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 2001 wächst die Firma SET kontinuierlich und ist an mittlerweile vier Standorten mit zwei Firmen in Deutschland und den USA zu Hause“, sagte Andreas Middelberg, stellvertretendes Vorstandsmitglied der Kreissparkasse. Er erläuterte auch den Fokus des inzwischen über 70 Mitarbeiter großen und im Waltersbühl ansässigen Spezialisten für Testsysteme und Elektronik-Entwicklung: „Das innovative Technologie-Unternehmer SET hat sich spezialisiert auf die Entwicklung von Halbleiterzuverlässigkeits-, HiL- und Funktionstestsystemen sowie die Elektronikentwicklung und -fertigung für die Automotive-, Luftfahrt- und Halbleiterindustrie.“ Auf einen einfachen Nenner gebracht, ist SET in der Hard- und Software zu Hause, simuliert in Echtzeit, entwickelt und nimmt fertige Systeme in Betrieb. Das Unternehmen bietet spezifische Lösungen für die Luftfahrt, die Halbleiterindustrie und für Automobilhersteller. Dies so erfolgreich, dass Ende Oktober die nun auf 2100 Quadratmeter ausgeweitete Büro- und Fertigungsfläche am Standort Wangen eingeweiht werden konnte.

Frank Heidemann, geschäftsführender SET-Gesellschafter, nahm die Besucher der Ausstellungseröffnung mit auf eine Zeitreise durch die inzwischen mehr als 17-jährige Firmengeschichte. Sie begann mit dem Zusammenschluss der beiden Ingenieurdienstleistungsbüros Heidemann und Hammerer am 1. September 2001 in einer 100 Quadratmeter-Wohnung an der Gegenbaurstraße und einer Grundgeschäftsidee im Luftfahrtbereich, die am 11. September drohte, sich durch den Terroranschlag in den USA in Luft aufzulösen. 2007 zog das Unternehmen vom zweiten Standort Sigmanns ins Waltersbühl, gewann 2009 die Auszeichnung „Alliance Partner of the Year Award 2009“ durch National Instruments – und ein Jahr später Airbus als Kunden. 2011 verzeichnete die Firmenhistorie den erfolgreichen Erstflug der von SET entwickelten modularen Fly-by-Wire Hardware Plattform. Inzwischen sind, so Heidemann, in jedem A 350 SET-Teile verbaut. Schließlich wurde auch BMW auf das Wangener Unternehmen aufmerksam und fragte an, ob man sich nicht auch ein Engagement im Automotivbereich vorstellen könnte. Auf ein erstes „Ne“ kam laut Heidemann die Einsicht: „Das ist vielleicht keine blöde Idee.“ Nach der Ausdehnung des Unternehmens nach Düsseldorf und München sowie in die USA steht mit Frankreich, dem „Mekka“ der Luftfahrtindustrie, Anfang 2019 der nächste Standort auf dem Plan. Überhaupt sprach Heidemann von ehrgeizigen Zielen und Visionen für die Zukunft.

Die Gäste interessierten sich besonders für die Themen autonomes Fahren (Heidemann: „Problem ist nicht das autonome Fahrzeug, sondern das nicht autonome Fahrzeug, mit dem wir es zu tun haben.“) und das Suchen und Finden von genügend Mitarbeitern in einer Stadt wie Wangen („Wir haben eine unglaubliche Qualität bei den Mitarbeitern“). Doch auf die Frage von Andreas Middelberg, wie es denn trotz aller guter Erfindungen zur Schummelsoftware bei Automobilherstellern kommen konnte, hatte auch Heidemann keine Antwort: „Ich kann es Ihnen wirklich nicht sagen.“

Bis Mittwoch, 19. Dezember, besteht in den Räumen der Kreissparkasse an der Wangener Gegenbaurstraße die Gelegenheit, die Unternehmenspräsentation mit Informationen zur Firma SET zu den Öffnungszeiten der Bank (montags bis freitags 9 bis 12.15 Uhr, Montag, Dienstag, Freitag zusätzlich von 14 bis 16 Uhr, donnerstags 14 bis 18 Uhr) zu besuchen. Weitere Informationen zum Unternehmen gibt es unter www.smart-e-tech.de

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