Auch unter Neu-Coach Senciuc bleibt Klassenerhalt das alte Ziel

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Auf dem Bild: o.v.l. Sportlicher Leiter Arno Uttenweiler, Torwarttrainer Michael Becker, Marc Kuttler, Michel Fischer, Sebastian
Auf dem Bild: o.v.l. Sportlicher Leiter Arno Uttenweiler, Torwarttrainer Michael Becker, Marc Kuttler, Michel Fischer, Sebastian Staudacher, David Paul, Tim Geyer, Trainer Gabriel Senciuc. U.v.l. Marc Bächle, Aaron Mayer, Jens Bader, Sebastian Nerger, Lukas Paul, Adam Kucera, Elia Mayer, Jakob Glatzel, Felix Mendler. Es fehlen: Leopold Plieninger, Valentin Ehrat, Hannes Fischer, Nick Staicu. (Foto: Verein)
Uli Coelius

Seit gut zwei Monaten bereiten sich die Wangener Handballer bereits auf die neue Saison der Württembergliga Süd vor. Der Auftakt diesen Samstag, 8. September, könnte herausfordernder kaum sein. Um 20.30 Uhr trifft die MTG in der heimischen Argensporthalle gleich auf Oberligaabsteiger TSV Deizisau.

Bereits auf dem Weg vom Parkplatz zur Argensporthalle hört man das Quietschen. Es sind die Schuhe der Wangener Handballer, die im abschließenden Trainingslager darauf hinweisen, wie intensiv am erneuten Ziel Klassenerhalt gearbeitet wird. Im Hallen-Foyer stechen einem neben einer längeren Reihe an Tischen und Stühlen allerlei leere Pizzakartons, Töpfe und ungespülte Gläser ins Auge. Man sieht: Die Handballer der MTG verbringen viel Zeit miteinander, auch außerhalb des Spielfeldes ist das Gemeinschaftsgefühl wichtig.

Mit dem neuen Cheftrainer Gabriel Senciuc, mit dem neuen „Co“ Sebastian Staudacher, mit dem neuen Torhüter-Coach Michael Becker geht die Mannschaft in die neue Saison. Aber auch mit dem neuen Kapitän Aaron Mayer und einem recht kleinen Kader, der personell an der Kante gestrickt ist.

Für den Sportpädagogen Gabriel Senciuc, 46 Jahre alt, mit Wohn- und Arbeitsort Illertissen und Vater einer ebenfalls handballbegabten Tochter, war es nach eigenem Bekunden ein Leichtes, den Wechsel von Württembergligaabsteiger TSV Bad Saulgau zur MTG Wangen zu vollziehen. „Das sind in der Region zwei große Vereine. Doch gab es diesbezüglich keine Probleme. Die Rivalität bleibt zwar, doch nur auf dem Platz.“ Nicht von ungefähr kam es kürzlich zum Test beider Teams, den die MTG erwartet souverän mit 34:23 zu ihren Gunsten entschied.

Sebastian Staudacher, der Ex-Kapitän und nun in Personalunion Co-Trainer bei der ersten Mannschaft und Coach der A-Junioren, hält die externe Trainerlösung für gelungen: „Wir lernen sehr viel Neues dazu, haben nun einen Trainer, der andere Wege geht. Daher empfinde ich die Verpflichtung von Gabriel Senciuc als Gewinn für die MTG.“ Der so Gelobte entgegnet: „Es war mein ausdrücklicher Wunsch, Sebastian Staudacher als Co-Trainer zu bekommen. Allein daher bin ich mir sicher, in der Württembergliga eine gute Rolle zu spielen.“

Wie und mit welchen Mitteln, vom System her wie taktisch, möchten weder Senciuc, noch Staudacher schon verraten. „Es wird einige Überraschungen geben“, versichert Senciuc, der in Rumänien geboren ist. „Wir haben einen kleinen Kader. Da darf personell nicht viel passieren. Ich bin aber überzeugt, dass wir eine gute Rolle spielen.“ Neuer Trainer, alte Ziele. Und ein machbares Unterfangen in dieser hohen Amateurklasse.

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