In dieser Form könnte nach den Plänen von Stadt und Landesgartenschau GmbH die Hochwasserwiese neu gestaltet werden.
In dieser Form könnte nach den Plänen von Stadt und Landesgartenschau GmbH die Hochwasserwiese neu gestaltet werden. (Foto: Grafik: Stadt)
Schwäbische Zeitung
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Geht es nach dem Willen von Stadt und Landesgartschau GmbH sollen sich weite Teile der Hochwasserwiese zwischen der Obere Argen, dem P14 und dem Wohngebiet Hinteres Ebnet in eine mit Streuobstbäumen bepflanzte und artenreiche Wiese verwandeln. Das ist den Unterlagen für die Gemeinderatssitzung am Montag, 4. Februar, zu entnehmen.

Konkret liegt den Stadträten folgender Beschlussentwurf vor: In städtischem Eigentum befindliche Freiflächen dort sollen zu einer Streuobst- und artenreichen Wiese entwickelt werden. Verwaltung und Landesgartenschau-Gesellschaft würden im Fall einer Zustimmung mit der weiteren Planung beauftragt.

Ferner könnten in diesem Jahr als Auftakt im Rahmen weiterer Pflanzaktionen rund 100 Obstbäume gesetzt werden – eine spätere Erhöhung dieser Zahl ist zudem nicht ausgeschlossen.

Die für die Vorlage zuständige Landesgartenschau GmbH begründet das Vorhaben mit den derzeit laufenden Planungen für Daueranlagen, die im Zuge der Großveranstaltung im Jahr 2024 entstehen sollen. „Das Hintere Ebnet stellt dabei eine sehr interessante und wertvolle Grünfläche dar“, heißt es wörtlich. Zumal dieses Gebiet, insbesondere im Bereich des P14, den Eingang zur Gartenschau präge. Sie eigne sich außerdem „ideal“, um dort eine Streuobstwiese und damit ein Naherholungsgebiet zu entwickeln.

Die Gartenschau-Gesellschaft verweist in ihrem Vorschlag ausdrücklich auf Anträge der GOL im Jahr 2015 zur Wiesenstadt Wangen und der CDU im vergangenen Jahr. Demnach ist die Umwandlung von Grünland in artenreiche Wiesen mit heimischen Pflanzen Anliegen der GOL. Dort sei dann eine extensive Bewirtschaftung möglich.

In bepflanzten Bereich ist für die Stadt-Tochter ein Beweidungskonzept vorstellbar. Die CDU hatte im vergangenen Sommer unter anderem eine Pflanzaktion mit 500 Bäumen spätestens in diesem Frühjahr gefordert. Außerdem wollte sie geklärt sehen, wie die Pflege von Obstbäumen verbessert werden kann.

Heinz-Sielmann-Stiftung als mögliche Fördermöglichkeit

Auch in diesem Zuge hat die Gartenschau GmbH weitere Ziele formuliert. Sie kann sich etwa Kooperationen mit (benachbarten) Schulen, Patenschaften von Bürgern, eine Zusammenarbeit mit Landwirten bei der extensiven Bewirtschaftung oder einen Obstsortengarten als Ziel für Touristen oder Ausflüge von Obst- und Gartenbauvereinen vorstellen. Als Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten ist in den Ratsunterlagen die Heinz-Sielmann-Stiftung aufgeführt, die in Kooperation mit dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württembergs ein Modellprojekt zur Umsetzung des landesweiten Biotopverbund im Landkreis Ravensburg organisiert.

Außerdem seien eine Nabu-Auszeichnung, die Generierung von Ökopunkten im Zuge von Ausgleichsmaßnahmen und weitere Förderungen zum Beispiel durch Initiativen gegen das Insektensterben denkbar.

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