Adolf Wetzel zum Ehrenvorsitzenden ernannt

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Adolf Wetzel (Mitte) wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Ihm gratuliert Philipp Ahner und Musikdirektor Friedrich-Wilhelm Möll
Adolf Wetzel (Mitte) wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Ihm gratuliert Philipp Ahner und Musikdirektor Friedrich-Wilhelm Möller. (Foto: Opernbühne)
Schwäbische Zeitung

Mit einer rauschenden Gala haben sich Solisten, Chor und Orchester der Opernbühne Württembergisches Allgäu Ende Februar in zwei ausverkauften Aufführungen in Leutkirch und Wangen präsentiert. Zu diesem Anlass wurde der Gründer und langjährigen musikalischen und organisatorischen Leiter der Opernbühne, Adolf Wetzel, in der Wangener Gala vom Vorsitzenden und Intendanten Philipp Ahner sowie Wangens Oberbürgermeister Michael Lang geehrt. Lang ließ in seiner Ansprache wichtige Stationen der Ära Wetzel an der Spitze der Opernbühne Revue passieren:

Mehr als 30 Jahre lang war Adolf Wetzel Initiator, Kopf und musikalischer Leiter der Opernbühne, zunächst als JMS-Schulleiter und bis November 2017 als Vorsitzender des Vereins „Opernbühne Württembergisches Allgäu“. Er war verantwortlich für die Tradition, große Opern auf den Bühnen der Allgäu-Städte Wangen, Leutkirch und Isny zu präsentieren.

Erfolgsgeschichte begann 1984

Eine Erfolgsgeschichte, die 1984 begann, als sich erstmals der Vorhang zu Wolfgang Amadeus Mozarts „Bastien und Bastienne“ hob. Zunächst alle drei und später alle zwei Jahre wurde eine neue Opernproduktion auf die Bühnen gebracht. Bis 2001 wirkte die Opernbühne als Teil und unter dem Dach der Jugendmusikschule Württembergisches Allgäu (JMS).

Mit der Produktion „Orpheus in der Unterwelt“ von Jacques Offenbach im Jahr 2005 konstituierte sich die Opernbühne als Verein außerhalb der JMS. Unter Wetzels Ägide wurden Mozarts große Klassiker wie „Die Entführung aus dem Serail“ (1989), „Figaros Hochzeit“ (1991) und „Die Zauberflöte“ (2010) realisiert, hinzu kamen berühmte Operetten und komische Opern wie Albert Lortzings „Wildschütz“ (1994), Otto Nicolais „Die lustigen Weiber von Windsor“ (1997), Strauss‘ „Zigeunerbaron“ (2000, Openair auf dem Marktplatz) und Gaetano Donizettis „Liebestrank“ (2008).

Mozarts „Zauberflöte“ im Jahr 2010 bildete als großes Openair-Spektakel den Abschluss der musikalischen Leitung von Adolf Wetzel. 2012 übernahm Friedrich Wilhelm Möller die musikalische Leitung des Ensembles. Adolf Wetzel zog sich hinter die Kulissen zurück, um als Organisator und „Intendant“ die Fäden in der Hand zu halten. Oberbürgermeister Lang würdigte hier seine enormen Leistungen als Planer, Geldbeschaffer und sogar „Stühlerücker“.

Intendant Ahner dankte und ehrte seinen Vorgänger für sein Lebenswerk rund um die Opernbühne mit der Ernennung zum Ehrenvorsitzenden der Institution. Unter tosendem Applaus des Publikums im ausverkauften Saal der Waldorfschule nahm Adolf Wetzel sichtlich gerührt ein Urkunde entgegen.

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