Adam Zagajewski erhält den Eichendorff-Literaturpreis

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Adam Zagajewski erhält am 20. September den Eichendorff-Literaturpreis verliehen.
(Foto: privat)
Vera Stiller

Die 64. Wangener Gespräche weisen in diesem Jahr eine Besonderheit auf. War es bislang üblich, den Eichendorff-Literaturpreis an einem Sonntag zu verleihen, so bekommt ihn Adam Zagajewski diesmal bereits am Samstagabend zuerkannt. Ulrich Schmilewski vom Kulturwerk Schlesien in Würzburg wird dem polnischen Schriftsteller, Lyriker und Essayisten den Preis übergeben, die Laudatio hält Michael Krüger aus München. Krüger ist seit 2013 Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.

Stefanie Kemper ist es sehr wichtig, die Wangener Gespräche wirklich zu dem zu machen, was die Namensgebung assoziiert. Und so weist die Vorsitzende des veranstaltenden Wangener Kreises unter anderem auf den 20. September hin, wo es ab 15 Uhr „Deutsch-polnische Resonanzen“ gibt. Diese werden anhand von Lesebeispielen von Sergiusz Sterna-Wachowiak aus Posen, der Vorsitzender des polnischen Schriftstellerverbandes ist, und dem Stuttgarter Schriftsteller Rainer Wochele hervorgerufen.

Vortrag: 100 Jahre Ersatzgeld

Die Tagung beginnt am Donnerstag, 18. September, ab 20 Uhr mit einem Vortrag von Johannes Rasim zum Thema „Notgeldscheine und Dichterportraits – 100 Jahre Ersatzgeld“. Nachdem am Freitag Dr. Klaus Hildebrand (Nürnberg) an Ernst Günther Bleisch erinnert hat, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre, zeichnet Dr. Marciej Lagiewski (Breslau) das Bild des Malers Max Odoy. Eine Lesung von Johanna Anderka (Ulm) und von Roza Domascyna (Bautzen) sowie ein Vortrag mit Lesung des Arbeitskreises „Archiv für Schlesische Mundart“ schließen sich an.

Die Ausstellung der Schriftstellerin, Lyrikerin und Künstlerin Ju Sobing im Giebelsaal der Badstube, die Saxofonist Martin Dörflinger aus Isny musikalisch gestalten wird, beendet ab 20 Uhr das Freitagsprogramm.

Nach dem Festakt am Samstagabend ab 19.30 Uhr in der Kornhaus-Bücherei wartet auf die Gäste noch ein weiterer Höhepunkt. Der frisch gekürte Träger des Eichendorff-Literaturpreises Adam Zagajewski und das Vorstandsmitglied Johannes Rasim werden sich unter der Überschrift „Von Lemberg nach Schlesien“ mit dem Verlust der Heimat literarisch auseinandersetzen. Die Veranstaltung beginnt um 11 Uhr in der Kornhausbücherei.

Alle anderen Programmpunkte – Vorträge, Lesungen und Gespräche – finden im Weberzunfthaus statt. Der Eintritt ist jeweils frei.

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