Abwasserwärme soll in Wangen für zusätzliche Energie sorgen

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So sieht der Plan für die Erweiterung des Nahwärmenetzes im Bereich Erba/Auwiesen aus.
So sieht der Plan für die Erweiterung des Nahwärmenetzes im Bereich Erba/Auwiesen aus. (Foto: Grafik: Weinert/Quelle: Stadt)
Schwäbische Zeitung

Der Wangener Gemeinderat hat die Lindenberger Firma Dobler mit der Erschließung des Bereichs Erba-West beauftragt. In den Gesamtkosten von knapp 1,57 Millionen Euro sind Kanalisations- und Straßenbauarbeiten, Leitungen für Wasser/Abwasser, Breitband und Nahwärme sowie der Bau eines Sickerbeckens enthalten. Ebenfalls vergeben hat der Rat den Auftrag für die geplante Brücke über den Triebwerkskanal. Sie baut die Firma Hämmerle aus Oggelshausen für knapp 240 000 Euro. Beide Aufträge sollen in diesem Jahr umgesetzt werden. Bei der rechteckigen Form des Sickerbeckens wies Tiefbauamtsleiter Peter Ritter auf die Platzersparnis am Kanal hin und darauf, dass das Becken auch als Übungsfläche für den Hundesportverein dienen könne, der eventuell in den Bereich umziehen wird.

Das Wangener Nahwärmenetz wächst und wächst. Bis zum kommenden Jahr sollen Auwiesenweg und das westliche Erba-Areal erschlossen sein, bis 2021 sogar das gesamte Gelände der früheren Baumwollspinnerei. Der Gemeinderat hat hierfür in der jüngsten Sitzung den Baubeschluss gefasst.

Im Zuge der Erschließung des westlichen Erba-Areals mit Kanalisation, Wasserversorgung und Breitband will die Stadt ab diesem Frühjahr auch Leitungen für die Nahwärme verlegen. Zwölf bestehende und zwölf neue Gebäude sollen angeschlossen werden, darunter alte und neue Spinnerei, Pförtnerhaus oder die Arbeiter- und Wohnhäuser. Anschließend, im Herbst 2018, soll das Netz bis zum Auwiesenweg erweitert werden. Angeschlossen werden hier die derzeit im Bau befindlichen Wohngebäude der Baugenossenschaft und weitere Bestandsbauten. Erweitert wird das Netz auch in der Schmiedstraße, bis zum Haus Nummer 23.

Wärmetauscher sorgt für Energie

Der Lückenschluss zwischen Auwiesen und Erba ist für 2019 geplant, zusammen mit dem Bau der Unterführung unter dem Triebwerkskanal, wie Urs Geuppert vom Tiefbauamt den Räten berichtete. Nach der Erschließung des östlichen Teils der Erba sollen 2020 und 2021 weitere Gebäude angeschlossen werden, wie Lindenhof oder früheres Altenheim. Die Gesamtkosten hierfür betragen gut eine Million Euro.

Dass sich der Aufwand rechnet, erläuterte Geuppert in der jüngsten Sitzung ebenfalls. Er geht bei den neu angeschlossenen Liegenschaften von einem zusätzlichen Wärmebedarf von jährlich über drei Megawattstunden aus und kam am Ende auf einen Wert, der deutlich über der Schwelle zur Wirtschaftlichkeit liege. Um dem steigenden Wärmebedarf gerecht zu werden, planen die Stadtwerke – neben der Liebigstraße – mit einer zweiten Energiezentrale auf dem Erba-Areal. Das Kraftwerk im Bereich der Trafostation nahe des Wasserkraftwerks T8 soll mit Wärme aus dem Abwasser betrieben werden. Ein Wärmetauscher im Abwasserkanal soll künftig für Energie im Grundlastbereich sorgen, so Geuppert weiter. Er zeigte diverse Fördermöglichkeiten einer solchen Abwasserwärmenutzung auf, welche die geschätzten Gesamtkosten von 2,1 Million Euro für Nahwärme und Abwasserwärme beträchtlich vermindern könnten, und zwar um 600000 bis 800 000 Euro. Im Mai, wenn mögliche Zuschüsse feststünden, soll das Thema wieder in den Rat kommen.

Von den Nahwärmeplänen und von den Möglichkeiten für die künftige Energieversorgung zeigten sich alle Ratsfraktionen beeindruckt und stimmten dem Baubeschluss für den Bereich Erba/Auwiesen einmütig zu.

Der Wangener Gemeinderat hat die Lindenberger Firma Dobler mit der Erschließung des Bereichs Erba-West beauftragt. In den Gesamtkosten von knapp 1,57 Millionen Euro sind Kanalisations- und Straßenbauarbeiten, Leitungen für Wasser/Abwasser, Breitband und Nahwärme sowie der Bau eines Sickerbeckens enthalten. Ebenfalls vergeben hat der Rat den Auftrag für die geplante Brücke über den Triebwerkskanal. Sie baut die Firma Hämmerle aus Oggelshausen für knapp 240 000 Euro. Beide Aufträge sollen in diesem Jahr umgesetzt werden. Bei der rechteckigen Form des Sickerbeckens wies Tiefbauamtsleiter Peter Ritter auf die Platzersparnis am Kanal hin und darauf, dass das Becken auch als Übungsfläche für den Hundesportverein dienen könne, der eventuell in den Bereich umziehen wird.

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