Abwassergebühren könnten in Wangen weiter sinken

Lesedauer: 3 Min

Die Stadt Wangen will prüfen, ob die Abwassergebühren in 2019 erneut gesenkt werden können.
Die Stadt Wangen will prüfen, ob die Abwassergebühren in 2019 erneut gesenkt werden können. (Foto: Patrick Pleul)

Mit unter dem Strich positiven Zahlen für das Haushaltsjahr 2017 hat Yvonne Winder bei ihrem Quartalsbericht in der jüngsten Sitzung des Wangener Gemeinderats aufgewartet. Für das laufende Jahr geht die Kämmerin von einem „normalen Verlauf“ aus und stellte für 2019 eine weitere Senkung der Abwassergebühren in Aussicht.

Am Ende des insgesamt erfreulichen Haushaltsjahrs 2017 prognostizierte Yvonne Winder den Rückgang der Schulden auf ein langjähriges Minus von 3,7 Millionen Euro und einen Anstieg der allgemeinen Rücklage um rund vier Millionen auf gut 11,8 Millionen Euro. „Das tut gut für die anstehenden Projekte“, so die Stadtkämmerin. Nachdem es in 2017 mit 17,2 Millionen Euro einen neuen Rekord bei den Gewerbesteuereinnahmen geben wird, werde es hier auch 2018 „gut laufen, die Einnahmen werden aber wohl etwas zurückgehen“ – geschätzt auf gut 16 Millionen Euro.

Zu Details für das aktuelle Haushaltsjahr, das erstmals in der sogenannten doppischen (unternehmerischen) Buchführung abgewickelt wird, konnte Winder lediglich zu den Zwischenständen etwas sagen, weil vieles noch abgerechnet werden müsse und Vergleichswerte aus Vorjahren fehlten. Beim Eigenbetrieb Abwasserwerk berichtete die Kämmerin für 2017 trotz einer Gebührensenkung von höheren Einnahmen, weil die Verbrauchsmenge gestiegen sei: „Wir prüfen deshalb ob es 2019 beim Abwasser eine erneute Gebührensenkung gibt.“

Sprecher aller Fraktionen freuten sich über die Zahlen für 2017 und den zuversichtlichen Ausblick, erinnerten jedoch an die Investitionen für die anstehenden Großprojekte. Ursula Loss (Freie Wähler) kritisierte in diesem Zusammenhang eine ihrer Meinung nach zu positive Berichterstattung, die bei den Bürgern „Begehrlichkeiten wecke“. Alwin Burth (SPD) bemängelte erneut eine Diskrepanz, vor allem bei Bauprojekten, als „weitab der Realität“. Die Frage von Wolfgang Dreier (CDU), ob die Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer konjunkturell oder auch strukturell bedingt seien, beantwortet OB Michael Lang mit einem „Sowohl, als auch“: „Der Kreis der Gewerbesteuerzahler ist gewachsen, das Gewerbe in Wangen ist robust aufgestellt.“

Mehr zum Thema
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen