51-Jährige hatte offenbar Wahnvorstellungen

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Zum Tötungsdelikt in Wangen gibt es weitere Erkenntnisse.
Zum Tötungsdelikt in Wangen gibt es weitere Erkenntnisse. (Foto: Stephan Jansen)
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Die 51-jährige Frau, die in dringendem Verdacht steht, in der vergangenen Woche ihren 58-jährigen Lebensgefährten erstochen zu haben, litt vermutlich unter einer paranoiden Schizophrenie, also Wahnvorstellungen. Entsprechende Informationen bestätigte die Staatsanwaltschaft Ravensburg. Den Befund hätten die behandelnden Ärzte festgestellt, bei denen die Frau vor der Tat wegen psychischer Probleme in Behandlung war.

Auch am Hals zugestochen

Zudem stehen mittlerweile auch die Ergebnisse der Obduktion des Leichnams des 58-jährigen Opfers fest. Demnach verblutete das Opfer durch „multiple Stichwunden“ am Körper, eine davon am Hals. Ob sich der 58-jährige Mann, der im Bett umgebracht worden war, vor seinem Tod noch gewehrt hatte, ist aktuell offen. Allerdings haben die untersuchenden Experten keine entsprechenden Verletzungen feststellen können.

Wie berichtet, befindet sich die mutmaßliche Täterin in einer psychiatrischen Klinik, nachdem sie ihren Partner in der Nacht zu Donnerstag offenbar durch mehrere Messerstiche getötet hatte. Anschließend hatte die 51-jährige selbst die Polizei verständigt.

Klarer Fall für Staatsanwälte

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft ist der Fall weitestgehend geklärt. Die weiteren Ermittlungen, die sich auf die mutmaßliche Täterschaft der Frau konzentrieren, dürften allerdings noch zwei bis drei Monate andauern. Dazu gehört auch die Anfertigung eines psychologischen Gutachtens. Es soll letzte Klarheit über den psychischen Zustand der Frau bringen, dürfte aber auch Grundlage für die später wahrscheinlich anstehende Verhandlung vor dem Schwurgericht des Landgerichts Ravensburg sein.

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