Das WG-Kennzeichen, hier eines an einem alten Traktor, erreicht die politische Ebene.
Das WG-Kennzeichen, hier eines an einem alten Traktor, erreicht die politische Ebene. (Foto: Roland Rasemann)
Redaktionsleiter

Das WG-Kennzeichen ist auf politischer Ebene angekommen: Die ÖDP-Kreistagsfraktion hat sich in einem am Freitag veröffentlichten Brief an Landrat Harald Sievers für das Retrokennzeichen ausgesprochen. Zudem will sie eine Kreistagsdiskussion vor den Kommunalwahlen.

„Niemand bricht sich dabei einen Zacken aus der Krone!“ Unter anderem mit diesen Worten argumentiert ÖDP-Fraktionschef Siegfried Scharpf pro Retroschilder. Und: „Wir glauben, dass dieses kleine Stück Freiheit auf der Nummerntafel für die Bürger ein kluges Entgegenkommen wäre.“ Scharpf zieht den Vergleich zur Namenswahl und greift damit ein Argument der vor etwas mehr als einer Woche in Wangen gegründeten Initiative auf. Gleiches gilt für den Punkt zu mehr Identität, die ebenfalls nach Ansicht der WG-Befürworter geschaffen werde. Der Ravensburger Scharpf, in seiner Heimatstadt auch lange Jahre Stadtrat, nimmt in seinem Schreiben an den Landrat zudem Gegenargumente auf. Der Gedanke, dass es sich bei den Befürwortern um „Revisionisten“ oder „ewig Gestrige“ handele, sei „völlig falsch“. Stattdessen solle man die Schilderfrage „großzügig“ sehen: „Vielleicht gehen Dinge an anderer Stelle dann auch leichter.“

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