Neues Nahwärmenetz entsteht in Vogt

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Schwäbische Zeitung

In Vogt nimmt das Nahwärmenetz rund um Schul- und Flammenstraße konkrete Formen an. „Rund 600 Meter neue Leitungen liegen inzwischen unter der Erde. Damit ist der aufwendigste Schritt zu einer neuen Wärmeversorgung des Areals getan“, wird Bürgermeister Peter Smigoc in einer Pressemitteilung der Technischen Werke Schussental (TWS) zitiert.

Ab Herbst sollen nicht nur die Schule und die Sporthalle, sondern auch das neue Mehrfamilienhaus in der Flammenstraße, das Kulturzentrum Flammenhof und das gegenüberliegende Sportheim mit Wärme aus einer gemeinsamen Heizzentrale versorgt werden. Die drei bisherigen Heizungsanlagen werden danach abgeschaltet.

Die öffentlichen Gebäude in der Schul- und Flammenstraße sind bereits durch spezielle Wärmeleitungen verbunden. Auch der Neubau in der Nachbarschaft ist an die Nahwärmeversorgung angeschlossen. Ein modernes Blockheizkraftwerk, das nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung Erdgas in Wärme und Strom umwandelt, wird als neue Heizzentrale in die Schule einziehen. Das Blockheizkraftwerk sei auf eine Wärmeleistung von 100 Kilowatt und eine elektrische Leistung von 50 Kilowatt ausgelegt, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die Wärme gelange über isolierte Rohrleitungen in die Gebäude, der im Blockheizkraftwerk erzeugte Strom werde direkt im Schulgebäude genutzt. Wird es besonders kalt, wirkt ein Gas-Brennwertkessel unterstützend.

In das Versorgungskonzept für die Gemeinde Vogt investieren die TWS nach eigenen Angaben rund 1,2 Millionen Euro. Neben dem Nahwärmenetz enthält es noch zwei weitere Bausteine: Die Sirgensteinhalle erhält eine eigenständige Wärmeversorgung. Der rund 30 Jahre alte Ölheizkessel soll ausgebaut und durch ein Blockheizkraftwerk ersetzt werden. Ein zusätzlicher Brennwertkessel dient als Reservekapazität. Neben den Wärmeerzeugungsanlagen binden die TWS eine Photovoltaikanlage ein. Die Solarmodule werden auf dem Neubau in der Flammenstraße installiert. Dadurch könnten die Mieter günstig Ökostrom vom eigenen Dach beziehen, heißt es in der Mitteilung.

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