Narren läuten mit „Goißa Wäsch“ die Fasnet ein

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Narren läuten mit „Goißa Wäsch“ die Fasnet ein
Schwäbische Zeitung
Carina Maucher

„Wa muinet’r - Ha wellaweag“ schallt es sucht den Sternen-Saal Reute. Die Schussentäler Narren haben sich am Samstag dort getroffen, um die fünfte Jahreszeit einzuläuten. Durch den Fanfarenzug Reute wurde die „Goißa Wäscha” der Schussentäler Narren eröffnet. Präsident Hermann Sommer hieß die Fasnet mit einem „Wa muinet’r - Ha wellaweag” willkommen und verkündete: „Luschtig sind wir Narren heit. Ein abwechslungsreiches Programm wird uns erwarten”.

Als besondere Gäste wurde die nachbarschaftliche Narrengilde Gaisbeuren mit einem „Goisbock Baira” und die Narrenzunft Mochenwangen mit „Mochenwangen - Mochenwangen” begrüßt.

Der Abend begann mit dem traditionellen Maskenwecken durch das Zigeunervolk und dem anschließenden „Goißa Wäscha“. Dabei wurden die Masken Goiß, Schussentäler und Schwaaz Ageth und Riedrälle für die Fasnacht erweckt. Mit Luftschlangen und Bonbons brachte das Zigeunervölkle symbolisch die Fasnet unter das Publikum.

Präsentation des Plakats für 2013

Bereits in diesem Jahr wurde für die Fasnet 2013 geworben. Denn dann steht großes Spektakel für die Schussentäler Narrengilde Reute vor der Tür. Die Gilde wird 50 Jahre und das Jubiläum soll groß gefeiert werden, mit der Präsentation des neu entworfenen Plakates sowie den Flyern für Februar 2013, erfolgte schon am Samstag die Einladung .

Zu Programmbeginn wurden Franz Seifert, als langjähriger Präsident und Vorstand sowie Anton Hildebrand Gründungsmitglied, für Jahrelange Aktivitäten in der Narrengilde Schussentäler geehrt.

Kunterbunt ging es mit einer Mischung aus Sketchen, Musik, Büttenrede und Tänzen weiter. Hier kamen auch die jüngsten Narren nicht zu kurz. Unter tosendem Applaus gab die Kindertanzgruppe, unter der Leitung von Birgit Wolfgang, Rosi Lorenz und Andrea Kesenheimer, ihr bestes. Getreu des diesjährigen Mottos „Himmel und Hölle” führten Sie einen Tanz als Engelchen und Teufelchen auf.

Mit der Inszenierung eines klassischen „alten Ehepaares” und dessen Kommunikationsproblemen hielten Vroni Schwegler und Schorsch Zwicknagl den Saal auf Trapp. Eine Tanzeinlage der ehemaligen vierten Klasse der Grundschule Reute sorgte für viel Applaus.

Ein Höhepunkt, der für herzhaftes Lachen sorgte, war Sonja Münsch mit ihrer Büttenrede über „eingebildete Krankheiten und Simulanten”, die einem manchmal vielleicht sogar im Alltag begegnen.

Mit einem lauten „Wa meinet’r - Ha wellaweag” wurden die Durlesbach Schalmaien begrüßt, die mit ihren musikalischen Darbietungen den Saal in Stimmung und zum Schunkeln brachten. Später brachten Schorsch Zwicknagl und Manne Bosutzky mit ihrem Gespräch zwischen Engel Aloisius und Teufel Luzifer, den Saal zum Brüllen.

Das Abendprogramm wurde, durch die Hupfdohlen, einer seit zwölf Jahren bestehenden und pfeffrigen Tanzgruppe, abgerundet.

Nach dem gelungenen Programm wurde im Sternen-Saal Reute noch bis in die frühen Morgenstunden unter musikalischer Begleitung des Durchau Trio’s getanzt und gelacht.

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