Die Schwesterngemeinschaft bekommt junge Verstärkung

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Die neue Professschwester Sr. Johanna mit Generaloberin Sr. Maria Hanna und Superior Martin Sayer.
Die neue Professschwester Sr. Johanna mit Generaloberin Sr. Maria Hanna und Superior Martin Sayer. (Foto: Kloster Reute)
Schwäbische Zeitung

Die Ordensausbildung gliedert sich in unterschiedliche Stufen. Hat eine junge Frau Interesse den Weg in die Schwesterngemeinschaft hinein zu gehen, erfolgt zunächst der Schritt in die Kandidatur, deren zeitliche Dauer individuell geregelt wird. Es folgt das in der Regel einjährige Postulat. Es schließt sich die zweijährige Zeit des Noviziates an, an deren Beginn die festliche Feier der Einkleidung steht.

Die junge Frau erhält Kleid, Schleier, Tau und Lebensform sowie den Schwesternnamen. Mit der Profess endet das Noviziat und beginnt das Juniorat, welches ungefähr fünf Jahre dauert und mit der Feier der Ewigen Profess endet. Danach gehört die Schwester mit allen Rechten und Pflichten zur Ordensgemeinschaft und erhält als Zeichen dieser Entscheidung einen goldenen Ring. (sz)

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Die Schwesterngemeinschaft im Kloster Reute verjüngt sich ein wenig. Am Ostermontag hat die 25-jährige Schwester M. Johanna Gräter ihre zeitliche Profess versprochen. Laut Pressemitteilung des Klosters möchte sie in den nächsten drei Jahren in Gemeinschaft leben, in Armut, Gehorsam und jungfräulicher Keuschheit, und sie möchte durch ihr Leben Gott in der leidenden Menschheit dienen.

Die Klausurkapelle im Kloster Reute war fast bis auf den letzten Platz besetzt, als die Novizin Sr. Johanna – deutlich erkennbar am weißen Schwesternschleier – mit brennender Kerze einzog. „Wähle das Leben, damit du lebst“, war als Bibelzitat auf der weiß, rot und gold strahlenden Kerze zu lesen, schreiben die Franziskanerinnen von Reute in einem Pressetext. Und weiter: „Es war ihr großer Tag, der Tag ihrer Erstprofess, und ein besonderer Tag für die gesamte Schwesterngemeinschaft der Franziskanerinnen von Reute.“

Nach drei Jahren Ordensausbildung durch Postulat und Noviziat war laut Mitteilung für Sr. Johanna klar, dass sie den nächsten verbindlichen Schritt gehen will. Nun war es so weit, die junge Franziskanerin bekräftigte ihr „Ja“ zum Klosterleben. Vor ihren Mitschwestern und allen anwesenden Mitfeiernden legte sie öffentlich ihre zeitliche Profess in die Hand von Generaloberin Sr. Maria Hanna Löhlein ab. Sie versprach: „Gott, dem Allmächtigen auf drei Jahre Regel und Leben der Brüder und Schwestern des heiligen Franziskus zu beachten“. Sie gelobte, aus freier Entscheidung, in Gehorsam, Armut und in jungfräulicher Keuschheit „gemäß dem Evangelium und der Lebensform der Franziskanerinnen von Reute“ leben zu wollen.

Als Zeichen ihrer engeren Bindung an die Schwesterngemeinschaft erhielt Sr. Johanna während des Gottesdienstes den schwarzen Schwesternschleier. Mit der Ablegung ihrer Erstprofess gehört sie nun zum „Juniorat“. Dieses dauert zunächst drei Jahre und dient der weiteren Einübung in die franziskanische Lebensregel und in die Schwesterngemeinschaft.

Verwandte, Freunde und zahlreiche Bekannte aus der Heimatgemeinde der jungen Frau waren angereist, um diese einmalige Lebensentscheidung mitzuerleben, wie die Franziskanerinnen von Reute weiter mitteilen. Sie alle hatten nach dem Gottesdienst die Möglichkeit, der „Neuprofesse“ zu gratulieren, bevor es für die gesamte Festgemeinde zum Mittagessen in die Begegnungsstätte ging. Der Tag, gefüllt mit Festbeiträgen, Gratulationen, Fototerminen, Klosterführung und Begegnungen, klang abends mit einer feierlichen Vesper in der Marienkapelle aus. „Wir sind froh, dass dein Herz einen Platz gefunden hat, wo es sich wohlfühlt!“, war laut Pressetext eine der Zusagen an die junge Ordensfrau, die nun mit allen Rechten und Pflichten zu den rund 300 Franziskanerinnen von Reute gehört, die in Deutschland, Brasilien und Indonesien leben.

Die Ordensausbildung gliedert sich in unterschiedliche Stufen. Hat eine junge Frau Interesse den Weg in die Schwesterngemeinschaft hinein zu gehen, erfolgt zunächst der Schritt in die Kandidatur, deren zeitliche Dauer individuell geregelt wird. Es folgt das in der Regel einjährige Postulat. Es schließt sich die zweijährige Zeit des Noviziates an, an deren Beginn die festliche Feier der Einkleidung steht.

Die junge Frau erhält Kleid, Schleier, Tau und Lebensform sowie den Schwesternnamen. Mit der Profess endet das Noviziat und beginnt das Juniorat, welches ungefähr fünf Jahre dauert und mit der Feier der Ewigen Profess endet. Danach gehört die Schwester mit allen Rechten und Pflichten zur Ordensgemeinschaft und erhält als Zeichen dieser Entscheidung einen goldenen Ring. (sz)

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