„Blitzer-Aktion“: 382 Fahrer sind auf der B30 zu schnell

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Dieser mobile „Blitzer“ stand in Gaisbeuren.
Dieser mobile „Blitzer“ stand in Gaisbeuren. (Foto: Sabine Ziegler)
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In Bad Waldsee und den Ortschaften gibt es insgesamt auch drei stationäre Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen. Diese befinden sich in Mennisweiler in der Roßberger Straße, in Gaisbeuren auf der L 285 und in Bad Waldsee in der Wurzacher Straße.

Mit einem mobilen Blitzer hat die Stadt Bad Waldsee Mitte Mai die Geschwindigkeit auf der B30 in Gaisbeuren kontrolliert. Mehrere Tage lang stand die graue Anlage im Blumenbeet und sorgte nicht nur auf den Straßen sondern auch in den sozialen Netzwerken für Gesprächsstoff. Der „Schwäbischen Zeitung“ liegt nun die Auswertung der Tempokontrolle vor.

Insgesamt haben 382 Fahrer die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten und wurden geblitzt, teilt Margit Geiger, Leiterin des Fachbereichs Sicherheit, Ordnung, Soziales und Standesamt, mit. Tagsüber, also von 6 bis 22 Uhr hielten sich 158 Fahrer nicht ans Tempolimit von 50 Stundenkilometer. Nachts, also von 22 bis 6 Uhr, überschritten 224 Verkehrsteilnehmer die zulässigen 40 km/h. Die Mehrzahl der „Raser“ war demnach nachts unterwegs. Daher überrascht es auch nicht, dass die höchste Geschwindigkeitsüberschreitung in der Dunkelheit geschah. „88 km/h anstelle der erlaubten 40 km/h“, beziffert Geiger die deutliche Abweichung und verweist bei der fälligen Strafe auf den Bußgeldkatalog: „In der Regel beträgt das Bußgeld hiernach 200 Euro. Als Nebenfolgen kommen zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot hinzu.“ Zusätzlich fallen noch 28,50 Euro an Gebühren und Auslagen an.

Ein interessanter Aspekt ergibt sich bei genauerer Betrachtung der Statistik außerdem in puncto Fahrtrichtung. Während die Verkehrsteilnehmer, die aus Richtung Ravensburg unterwegs waren kaum geblitzt wurden – hier stehen gerade einmal 44 Verfehlungen zu Buche – hielten die Fahrer aus Fahrtrichtung Bad Waldsee das Gaspedal stärker durchgdrückt. 338 Autos und Lastwagen, die von der Kurstadt kommend durch Gaisbeuren fuhren, lösten die Messanlage und folglich das Blitzlicht aus. Etliche Berufspendler führen die geringe Auslösequote aus Richtung Ravensburg auf den offensichtlichn Standort und das dominant auffällige Gerät zurück.

Die Schlussfolgerung

Welche Erkenntnisse die Stadt nun durch die Kontrollmaßnahmen erhalten hat? Geiger beantwortet das so: „Die mobile Blitzanlage erfasste rund 0,5 Prozent der kontrollierten Fahrzeuge mit überhöhter Geschwindigkeit. Bei vorausgegangenen statistischen Messungen wurden circa 27 Prozent aller Fahrzeuge im ordnungswidrigen Geschwindigkeitsbereich registriert. Daraus schließen wir, dass die Kontrollen Wirkung zeigen und weiterhin erforderlich sind.“

Auf der Facebook-Seite der Schwäbischen Zeitung wurde die „Blitzer-Aktion“ emotional diskutiert. Während die einen die Kontrolle als unnötig bezeichneten oder „reine Geldmacherei“ dahinter vermuteten, riefen die anderen zur Ruhe auf und begrüßten die dauerhafte Geschwindigkeitsüberwachung.

Ravensburg hat einen neuen stationären Blitzer
In der Jahnstraße wird die Geschwindigkeit in beide Fahrtrichtungen gemessen. Der Startschuss fällt am Mittwoch.

In Bad Waldsee und den Ortschaften gibt es insgesamt auch drei stationäre Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen. Diese befinden sich in Mennisweiler in der Roßberger Straße, in Gaisbeuren auf der L 285 und in Bad Waldsee in der Wurzacher Straße.

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