Daniel Rapp

Landwirte zwingen Milliardenkonzern in die Knie: Die Übernahme der Omira-Molkerei und die Folgen

Die Ravensburger Traditionsmolkerei Omira - genossenschaftlich organisiert und für mehrere Tausend Bauern in Oberschwaben und im Allgäu, zwischen Schwarzwald, Donau und Bodensee über das Jahrzehnte das Unternehmen, das ihnen ihre Milch abgekauft hat – steht Anfang 2017 am Scheideweg. Die Zahlen sind schlecht, ohne Investor steht der Betrieb der Molkerei auf der Kippe. In dieser Situation fädelt die Omira-Geschäftsführung den Verkauf an das französische Unternehmen Lactalis ein. Doch die vermeinlichen Retter spielen unfair und verklagen die Molkerei – und damit die vielen Omira-Bauern, die hinter der Genossenschaft stehen. Am Ende bleiben die Landwirte standhaft – und zwingen den Milliardenkonzern in die Knie. Die „Schwäbische Zeitung“ hat das Siechtum und die verzweifelte Suche nach einem Retter, die Freude über den Verkauf und die Fassungslosigkeit über die Frechheit von Lactalis von Anfang an minutiös verfolgt und aufgeschrieben. Die Artikel, die über fast drei Jahre im Wirtschaftsteil und auf schwäbische.de erschienen sind, erzählen ein Stück baden-württembergische Wirtschaftsgeschichte und einen spannenden Übernahmekrimi.