Das Hotel- und Gasstättengewerbe in der Ferienregion Bodensee-Oberschwaben stellt wieder ein, was zu einer leichten Erholung au
Das Hotel- und Gasstättengewerbe in der Ferienregion Bodensee-Oberschwaben stellt wieder ein, was zu einer leichten Erholung auf dem Arbeitsmarkt führt. (Foto: dpa/Jens Büttner)
Schwäbische Zeitung

Die Zahl der Arbeitslosen in der Region Bodensee-Oberschwaben ist erstmals seit Beginn der Corona-Krise leicht gesunken. Im Bezirk der Agentur für Arbeit Konstanz-Ravensburg waren im Juli 16 956 Frauen und Männer ohne Beschäftigung gemeldet, 164 weniger als im Vormonat (minus 1,0 Prozent). Im Landkreis Ravensburg sind sogar 271 Menschen weniger Arbeitslos, als noch im Juni, heißt es im aktuellen Arbeitsmarktbericht der Agentur.

Hotels und Gaststätten erholen sich

Im Vergleich zum Vorjahr habe die Arbeitslosigkeit in der gesamten Region um 5774 Menschen zugenommen. Dies entspreche einer Steigerung von 51,6 Prozent. „Der leichte Rückgang der Arbeitslosigkeit ist noch keine Trendwende. Der Arbeitsmarkt stagniert und erholt sich leicht. Im Hotel- und Gaststättengewerbe ist es zu Neu- oder Wiedereinstellungen gekommen, da die Tourismusregion Bodensee für zahlreiche Urlauber ein attraktives Reiseziel ist“, resümiert Jutta Driesch, die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Konstanz-Ravensburg.

Die Arbeitslosenquote in der Region Bodensee-Oberschwaben lag im Juli bei 3,7 Prozent (minus 0,1 Prozent-punkte). Die Quote in Baden-Württemberg betrug unverändert 4,4 Prozent, die Quote im Landkreis Ravensburg bei 3,4 Prozent (minus 0,2 Prozentpunkte).

Kurzarbeit weiter gefragt

Im Juli seien 159 neue Anzeigen auf Kurzarbeit eingegangen, von denen bis zu 4085 Mitarbeiter betroffen sein könnten. In der Summe wurde in der Region Bodensee-Oberschwaben von März bis Juli mit insgesamt 9296 Anzeigen Kurzarbeit für bis zu 148 513 Menschen angemeldet.

Absolventen müssen Eigeninitiative zeigen

Für das neue Ausbildungsjahr haben Unternehmen und Behörden 5148 Lehrstellen gemeldet. Davon waren Ende Juli noch 2182 unbesetzt. Die Zahl der gemeldeten Lehrstellen bewegt sich ungefähr auf dem Vorjahresniveau. Von Schulabgängern und jungen Erwachsenen werde in diesem Jahr jedoch deutlich mehr Eigeninitiative bei der Lehrstellensuche verlangt, da keine Berufsmessen und Jobbörsen stattfinden können.

Agenturchefin Driesch ermutigt die Schüler, den August intensiv zu nutzen: „Informiert euch. Die duale Ausbildung macht auch 2020 keine Pause. Es ist noch Zeit, sich um eine Ausbildungsstelle zu kümmern und es gibt viele Angebote.“

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