Zahl der Absteiger in der Bezirksliga bleibt ungewiss

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 Der SV Baindt (vorne Fabian Gessler gegen Fronhofens Lukas Heinz) könnte sich in der Bezirksliga noch am FC Lindenberg vorbeisc
Der SV Baindt (vorne Fabian Gessler gegen Fronhofens Lukas Heinz) könnte sich in der Bezirksliga noch am FC Lindenberg vorbeischieben. (Foto: Rolf Schultes)
Klaus Eichler

Am letzten Spieltag der Fußball-Bezirksliga stehen noch zwei Entscheidungen aus. Gesucht wird noch ein vierter Absteiger, vielleicht auch noch ein fünfter. Das hängt davon ab, ob der SV Oberzell den Abstiegsrelegationsplatz in der Landesliga halten kann. Somit bleibt die Zahl der Absteiger bis zum Ende ungewiss. Sechs Vereine sind noch in diesen spannenden Abstiegskampf verwickelt.

Die besten Karten hat der VfL Brochenzell (38 Punkte) auf Platz neun. Ein Punkt beim TSV Heimenkirch, und VfL-Trainer Rolf Weiland kann es egal sein, wie viele Absteiger es gibt. „Mit diesem Ziel, den einen Punkt zu machen, fahren wir ins Allgäu“, sagt Weiland. „Ich will erst gar nicht auf die anderen Plätze schauen.“ Der VfL ist aber auswärts alles andere als eine Macht. „Es gibt trotzdem keinen Grund, die weiße Flagge zu hissen“, meint Weiland. Unterdessen laufen beim TSV Heimenkirch die Vorbereitungen auf die Aufstiegsrelegation. „Jeder freut sich auf diese Bonusspiele“, sagt Trainer Benjamin Limberger. „Wir wollen rauf in die Landesliga“, konkretisiert Trainer Daniel Feistle. Dass Heimenkirch diesem Höhepunkt des Jahres am Ende einer erfolgreichen Saison alles unterordnet, ist klar. „Wir werden sicher den einen oder anderen Spieler schonen“, lässt Feistle raus. Der TSV trifft am Mittwoch, 12. Juni, im ersten Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Landesliga in Altshausen (18 Uhr) auf die TSG Ehingen. „Darauf liegt unser Hauptaugenmerk, das ist in den Köpfen der Spieler auch so drin“, sagt Feistle.

Auch Baindt hofft noch

Auch der SV Maierhöfen-Grünenbach (36 Punkte) auf Platz zehn kann sich mit einem Dreier gegen den SV Mochenwangen das Rechnen sparen und hätte dann den Klassenerhalt geschafft. „Wir müssen gewinnen“, meint Trainer Florian Meffert. „Ein Punkt hilft uns gar nicht.“ Seit sechs Spieltagen ist Maierhöfen-Grünenbach ungeschlagen. „Aber jetzt geht’s wirklich um alles“, sagt Meffert, der ziemlich gelassen wirkt. „Ich hoffe, dass wir gegen Mochenwangen lange im Spiel bleiben, um am Ende als Sieger vom Platz zu gehen.“

Mit Siegen könnte auch die SG Argental (35 Punkte, -19 Tore) auf Platz elf und der TSV Meckenbeuren (35 Punkte, -19 Tore) auf Platz zwölf dem direkten Abstieg entgehen. Argental empfängt den abgeschlagenen Tabellenletzten FC Isny, der TSV Meckenbeuren erwartet den SV Kressbronn zum Derby. „Wir sind unter Zugzwang“, weiß Argentals Trainer Peter Riedlinger, der den elften Platz unbedingt halten will, was den sicheren Klassenverbleib bedeuten würde – egal, was Oberzell macht. „Wir werden auf Sieg spielen“, sagt Riedlinger. „Mein Bauchgefühl sagt mir, dass wir dann drin bleiben.“

Noch hat der SV Baindt (30 Punkte) die Chance, den Abstiegsrelegationsplatz, auf dem der FC Lindenberg (33 Punkte) steht, zu erreichen. Dazu muss die Mannschaft von Interimstrainer Armin Lauriola aber beim SV Eglofs gewinnen und der FC Lindenberg beim Meister SV Weingarten verlieren. Entscheidend könnte am Ende das Torverhältnis sein – der FC ist da um zwei Tore besser. „Die Chance ist da“, sagt Armin Lauriola. „Ich bin überzeugt, dass wir das Spiel in Eglofs mit zwei Toren Unterschied gewinnen.“ Lindenberg könnte mit einem Sieg sogar noch auf einen Nichtabstiegsplatz klettern, sollten Argental oder Meckenbeuren patzen. Das alles natürlich unter dem Vorbehalt, dass der SV Oberzell nicht direkt aus der Landesliga absteigt. Ansonsten gäbe es einen fünften Direktabsteiger. „Es ist noch alles drin: Abstieg, Nichtabstieg, Relegation“, sagt Lindenbergs Trainer Markus Reichart. „Wir müssen gewinnen, ohne Wenn und Aber.“ Allerdings hat Weingarten in dieser Saison zu Hause noch kein Spiel verloren.

Zwei Begegnungen sind nur noch für die Statistik. Dabei bestreitet Absteiger SC Unterzeil-Reichenhofen auf heimischem Boden gegen den TSV Eschach sein vorerst letztes Bezirksligaspiel. Der SV Beuren könnte mit einem Sieg gegen den SV Seibranz die Saison auf Tabellenplatz drei abschließen – vorausgesetzt, Mochenwangen kehrt ohne Punkte aus Maierhöfen heim.

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