Wohlfarth muss Verteidigung umbauen

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Burhan Soyudogru (links, gegen Bahlingens Vincent Keller) soll in Bissingen wieder für Schwung im Offensivspiel des FV Ravensbu
Burhan Soyudogru (links, gegen Bahlingens Vincent Keller) soll in Bissingen wieder für Schwung im Offensivspiel des FV Ravensburg sorgen. (Foto: Rolf Schultes)
Schwäbische Zeitung
Sportredakteur

Das Spiel in der Fußball-Landesliga zwischen dem FV Ravensburg II und der TSG Balingen II am vergangenen Sonntag hatte auch Folgen für die Oberligamannschaft des FV. Weil Philipp Altmann eine Gelb-Rote Karte sah, fehlt er den Ravensburgern gesperrt. Auch Moritz Jeggle ist bei der Partie beim Tabellendritten FSV 08 Bissingen am Samstag um 15 Uhr nicht dabei.

Jeggle ist beruflich unterwegs, Altmann gesperrt. „Der Platzverweis war natürlich ärgerlich“, sagt FV-Trainer Steffen Wohlfarth, der sich das Spiel des FV II angeschaut hatte. „Das darf ihm nicht passieren, aber ändern kann man es ja auch nicht mehr.“ Alternativen für Wohlfarth für den Innenverteidigerposten neben Kapitän Sebastian Mähr sind der wiedergenesene Bartosz Broniszewski (Wohlfarth: „Er hat jahrelang als Innenverteidiger gespielt.“) und Felix Hörger. Sollte Hörger vom defensiven Mittelfeld eine Position nach hinten rutschen, wäre wiederum sein Platz als Sechser vakant.

Gefordert sind die Ravensburger an diesem Samstag beim Oberliga-Spitzenteam FSV 08 Bissingen. Im vergangenen Jahr scheiterten die Bissinger erst in der Relegation am Aufstieg in die Regionalliga. Nach 20 Spieltagen in dieser Saison liegt der FSV auf Rang drei, hat allerdings bereits zwei Partien mehr ausgetragen als Spitzenreiter TSG Balingen und der Zweite FC 08 Villingen. Ravensburg hat vier Punkte Rückstand auf Bissingen und ein Spiel weniger. „Wir tun aber gut daran, wenn wir uns nur auf das Spiel in Bissingen konzentrieren und nicht darauf, was in sechs oder acht Wochen sein könnte“, meint Wohlfarth. „Aber natürlich schielt man ab und zu mal auf die Tabelle.“

Natürlich, denn der FV steht nicht schlecht da und hat zudem das Pflichtspieljahr 2018 mit zwei Siegen ohne Gegentor (2:0 in Weinheim, 3:0 gegen Bahlingen) begonnen. Das hat für Selbstbewusstsein gesorgt. „Wir fahren nach Bissingen, um dort etwas Zählbares mitzunehmen“, sagt Wohlfarth. Bissingen sei zwar ein Topteam der Oberliga mit starken Spielern. In der Winterpause sorgte der FSV für bundesweites Aufsehen, als er den Ex-Profi und ehemaligen Nationalspieler Tobias Weis verpflichtete. Weis stand bislang für seinen neuen Verein jedoch noch nicht in der Oberliga auf dem Platz. „Aber wir sind ja auch nicht blind“, so der FV-Trainer.

Das Hinspiel gewann Ravensburg

Ein gutes Beispiel für diese Aussage ist das Hinspiel, das der FV im eigenen Stadion durch Tore von Jascha Fiesel und Rahman Soyudogru mit 2:0 gewann. Im Finale des württembergischen Verbandspokals 2016 setzte sich Ravensburg in Stuttgart mit 5:2 gegen den FSV durch und zog in den DFB-Pokal ein. Doch das alles ist Vergangenheit – am Samstag gilt es auf dem Platz in Bissingen. „Wir wollen an die gegen Bahlingen gezeigte Leistung anknüpfen“, sagt FSV-Trainer Andreas Lechner. In Bahlingen gewann Bissingen mit 3:0. „Meine Mannschaft hat sehr gut gegen den Ball gespielt und gute Einzelaktionen gezeigt.“

Weniger gut war der Auftritt des FV am vergangenen Wochenende. Allerdings nicht in einem Pflichtspiel, sondern in einem Freundschaftsspiel gegen den Verbandsligisten SSV Ehingen-Süd. 2:4 endete die Partie aus Sicht des FV. „Das Wichtigste war, dass wir ein Spiel über 90 Minuten hatten“, so Wohlfarth. „Aber man hat gesehen: Mit ein paar Prozent weniger geht es eben nicht.“ Erst recht nicht bei einem Topteam wie Bissingen.

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