Wieder eine Frau ganz oben

Lesedauer: 3 Min
 Interims-Ortsvorsteher Hugo Adler heißt Regine Rist im Schmalegg willkommen.
Interims-Ortsvorsteher Hugo Adler heißt Regine Rist im Schmalegg willkommen. (Foto: Ortsverwaltung)
was

Spätestens zum 1. Februar 2020 wird Schmalegg wieder eine Ortsvorsteherin haben. Einstimmig hat der Ortschaftsrat am Montag die 49-jährige Diplom-Verwaltungswirtin Regine Rist zur Nachfolgerin von Manuela Hugger, die jetzt Bürgermeisterin in Berg ist, gewählt. Die Bestätigung der Wahl durch den Ravensburger Gemeinderat gilt als Formsache.

Rist war die einzige Bewerberin in der Endauswahl. Ein Mitbewerber, der sich ebenfalls vorstellen sollte, hatte kurzfristig zurückgezogen. Dennoch wurden bei der öffentlichen Befragung keine Bedenken laut bezüglich der Fachkompetenz der Kandidatin. Die aus dem Ostalbkreis stammende Verwaltungsfachfrau ist seit 1993 in unterschiedlichen Fachbereichen bei der Stadt Bad Waldsee tätig. Sie wohnt mit Mann und zwei Töchtern im Ortsteil Haisterkirch.

Ehrenamtlich war sie längere Zeit im Jugendhaus Seemoos am Bodensee tätig. Ihre berufliche Laufbahn in Bad Waldsee begann im Sozialamt, wo Regine Rist mit der Unterbringung von Obdachlosen und Flüchtlingen betraut war. Später oblag ihr der Aufbau eines Bürgerbüros. Sie übernahm zeitweise die Leitung des Sozialamts, ehe sie in die Stabsstelle im Bürgermeisteramt wechselte. Zu ihren Aufgaben gehört dort die Wirtschaftsförderung. Außerdem ist Regine Rist Standesbeamtin. Als Leiterin der Stabsstelle ist sie unter anderem mit der energetischen Sanierung der Innenstadt befasst. Sie übernahm die Geschäftsführung der Stadtwerke und kümmert sich dabei schwerpunktmäßig um die Nahwärmeversorgung in der Innenstadt.

An der Stelle einer Ortsvorsteherin in Schmalegg reize sie vor allem der unmittelbare Kontakt mit den Bürgern, erklärte die Bewerberin auf Nachfrage aus dem Ortschaftsrat. „Ich begrüße die dezentrale politische Willensbildung und die Vertretung der örtlichen Belange in Ehrenamt, Bildung und Bevölkerungsentwicklung“, fügte sie hinzu. Sehr beeindruckt habe sie aber auch das Leitbild 2030, das sich die Stadt Ravensburg gegeben hat.

Großen Wert lege sie darauf, dass neue Wohngebiete qualitativ gestaltet werden. Man müsse Wohnraum für die ganze Bandbreite der Bevölkerung schaffen und dafür sorgen, dass die Wohngebiete in die Ortschaft passen. Ein großes Thema sei für sie aber auch die Ehrenamts- und Vereinsförderung.

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen