Werkrealschule Neuwiesen schließt nach 66 Jahren

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Der letzte Absolventenjahrgang verlässt mit der Mittleren Reife in der Tasche die Neuwiesen-Werkrealschule.
Der letzte Absolventenjahrgang verlässt mit der Mittleren Reife in der Tasche die Neuwiesen-Werkrealschule. (Foto: Neuwiesen-Werkrealschule)
Schwäbische Zeitung

Die letzte Abschlussfeier wurde nochmal richtig schön. In einem gebührenden Rahmen im Schwörsaal bei der gemeinsamen Abschlussfeier der Werkrealschule (WRS) Neuwiesen und Gemeinschaftsschule (GMS) Barbara-Böhm der wurden die letzten 19 Abgänger der WRS mit der bestandenen Mittleren Reife entlassen. Nun wird die Schule endgültig geschlossen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Neuwiesenschule wurde 1952 in einem wegweisenden Pavillongebäuden, welches vom Architektenehepaar Riempp geplant und realisiert wurde, als Volksschule eingeweiht, die sich zunächst zur Hauptschule, dann zur Hauptschule mit Klasse 10, schließlich zur Werkrealschule weiterentwickelte. Sehr vielen Ravensburgern war dieser Standort im Herzen der Stadt eine schulische Heimat, den sie mit dem Hauptschul- beziehungsweise Werkrealschulabschluss verließen und somit war diese Schule Ausgangspunkt für einen erfolgreichen beruflichen Werdegang. Über viele Jahre hatte die Schule über 350 Schüler, zuletzt noch eine 10. Klasse. Der kommissarische Schulleiter Ulrich Schneider-Struben erinnert: Es wird weiterhin Schüler geben, die so ein schulisches Angebot brauchen, da sie Teil der Schülergemeinschaft sind. Einen Teil dieser Aufgaben übernimmt die Gemeinschaftsschule.

Neuwiesen war auch eine Schule mit besonderen pädagogischen Aufgaben. Innovativ war zum Beispiel die Schulsozialarbeit und die Einführung des Erweiterten Bildungsangebotes mit intensiver Einbeziehung der Eltern. In die Gebäude der Neuwiesenschule ist bereits vor fünf Jahren die Gemeinschaftsschule Barbara-Böhm eingezogen.

Das Abschlussmotto der Werkrealschüler war in diesem Jahr: „Paradise begins“. Mit den Worten: „Ich glaube, dass ihr hier wart, war für euch eine wertvolle Zeit. Eine ebenso wertvolle liegt aber vor euch!“, entließ Herr Schneider-Struben seine letzten Schüler.

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