Weingarten ist zweiter Gewinner

Lesedauer: 4 Min
Barbara Sohler

„Ravensburger Viehathlon“: Den tierisch-vergnüglichen Städtewettkampf auf dem Marienplatz haben wieder einmal die Ravensburger für sich entscheiden können. Um Haaresbreite zwar, mit nur einer Skispitze Vorsprung, derart eng, dass sogar das Foto-Finish des Zeitungsfotografen entscheiden musste. Aber gewonnen ist gewonnen. Und wenn man dem fröhlichen Team um Ravensburgs Mannschaftskapitän Egon Streicher glauben mag, dann kann das nur an einem gelegen haben: „Am sonnigen Wetter“ nämlich.

„Nirgends sonsch auf der ganzen Welt“ gäbe es solch einen Wettkampf, versichert Moderator Wolfgang Heyer dem Publikum, das sich wieder gerne von diesem läppischen Spaß-Rennen unterhalten lassen will und nach der Mannschaftsvorstellung auf der großen Bühne im Pulk den rot (Weingarten) und blau (selbstverständlich Ravensburg) gewandeten Teams auf den südlichen Marienplatz, auf die übersichtliche Rennstrecke, folgt.

Haben im ersten Durchlauf die sportiven Ravensburger (mit EVR-Profi) grandios die Nase vorn, schlagen die Weingartner Athleten (mit gleich zwei Trampolinspringern) im zweiten Durchgang souverän das Ravensburger Team. Das Synchron-Laufen auf den meterlangen Holzbrettern scheint dabei jedoch gar nicht die Hauptherausforderung zu sein sondern die zweite Disziplin, das Bällewerfen auf halber Strecke. Und wie immer gehört das Wenden der sperrigen Skier auf dem reichlich schmalen Parcours zu den Lieblingsmomenten der lautstark anfeuernden Zuschauer.

Seltenes Kompliment

Aber weder bringt einer den anderen zu Fall (was bei der polonaise-artigen Fortbewegung auf den Teamskiern nicht verwunderlich wäre) noch stoßen sich die Sportler den Kopf beim engen Wendemanöver. Und dass beim finalen „Showdown“, wie Heyer frohlockt, die Ravensburger die „260000 Kilometer“ dann lediglich um einen Hauch schneller laufen, das zeigt auch nur, dass beide Städte – aller scherzhaften Rivalitäten zum Trotz – gleichauf sind. Und so nehmen dann am Ende des kleinen Spaßrennens die Ravensburger den Pokal und die Weingartner ein Ravensburger Spiel und ein Kompliment mit nach Hause: „Weingarten hat sich vortrefflich geschlagen, das sind keine Verlierer, sondern zweite Gewinner!“, gratuliert der Moderator.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen