Weingarten empfängt Heimenkirch zum Gipfeltreffen

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 Der SV Weingarten (rechts David Endres gegen Argentals Daniele Zamarco) hat zuletzt in der Bezirksliga zweimal gepatzt.
Der SV Weingarten (rechts David Endres gegen Argentals Daniele Zamarco) hat zuletzt in der Bezirksliga zweimal gepatzt. (Foto: Rolf Schultes)
Klaus Eichler

Mit dem 31. Spieltag der Fußball-Bezirksliga hat bei so manchem Verein im Tabellenkeller das Rechnen begonnen. Vier Teams werden den Gang in die Kreisliga A antreten müssen – der FC Isny ist der erste Absteiger. Sollte es aus der Landesliga-Staffel IV mehr als zwei Direktabsteiger in die Bezirksliga Bodensee geben, dann müssten sogar fünf Mannschaften absteigen.

Fest steht schon jetzt, dass der Vizemeister im ersten Entscheidungsspiel in der Aufstiegsrelegation zur Landesliga am Mittwoch, 12. Juni, auf den Vizemeister aus dem Bezirk Donau trifft. Wer Zweiter in der Bezirksliga Bodensee wird, ist wieder offen, denn der Trainerwechsel beim Spitzenreiter SV Weingarten sorgte für viel Unruhe. Sollte der TSV Heimenkirch am Samstag (18.30 Uhr) das Gipfeltreffen im Weingartener Lindenhofstadion und auch das Nachholspiel am Dienstag (18.30 Uhr) zu Hause gegen den SV Seibranz gewinnen, wäre sogar die Meisterschaft wieder möglich. „Wenn’s ganz dumm läuft, könnte das passieren“, sagt Alex Bleile vom SVW. „Vor dem Spiel gegen Argental dachten wohl einige schon, wir sind durch, aber die musste ich bremsen.“ Der 43-jährige Sedat Eroglu wird Weingarten bis zum Saisonende trainieren. Heimenkirch, neben Weingarten das spielstärkste Team der Liga, wird sich am Samstag nicht verstecken. „Gegen Mannschaften, die uns fordern, tun wir uns generell leichter“, meint Bleile. „Weingarten war eigentlich schon der gekürte Meister“, sagt TSV-Trainer Benjamin Limberger. „Wir aber haben einen guten Lauf.“ Geht es nach Limberger, will der TSV erst mal Platz zwei in trockene Tücher bringen. „Danach schauen wir, was noch geht.“

Nach vier Niederlagen in Folge dürfte der SV Beuren im Kampf um Platz zwei raus sein. „Wir wollen die Saison trotzdem nicht herschenken“, sagt Trainer Patrick Mayer. „Im Schlussspurt fehlt uns doch der eine oder andere erfahrene Spieler. Es gibt wenige Spieler bei uns, die eine solche Situation schon mal hatten.“ Seine Spieler würden jedoch „alles geben“. Darauf muss sich der VfL Brochenzell einstellen. „Beuren ist klar favorisiert“, sagt Trainer Rolf Weiland. „Wir könnten aber einen Bigpoint landen.“

Der SV Fronhofen, der noch auf Heimenkirch und Weingarten trifft, könnte zum Meistermacher avancieren. Doch zunächst kommt der TSV Meckenbeuren ins Häldelestadion. „Der TSV ist schwierig einzuschätzen“, sagt Trainer Gerhard Schmitz. „Für mich ist nicht nachvollziehbar, warum die so weit hinten stehen.“ Während der TSV mit dem Rücken zur Wand steht, kann Fronhofen schon früh für die neue Saison planen. Christian Hepp vom TSV Berg wird Schmitz in der neuen Saison als Spieler und Co-Trainer unterstützen.

Der Abstiegskampf zwischen Platz neun und 16 spitzt sich zu. Der FC Lindenberg könnte im direkten Vergleich gegen die SG Argental einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. „Für uns auf jeden Fall ein Sechs-Punkte-Spiel“, sagt FC-Trainer Markus Reichart. Mit zwei Unentschieden hat sich die SG zwar stabilisiert, gerettet ist die SGA aber noch nicht. Der SV Maierhöfen-Grünenbach, der den Abstiegsrelegationsplatz verlassen hat, muss beim bereits abgestiegenen FC Isny antreten. „Bringt Isny die elf besten Spieler auf den Platz, ist der FC immer noch eine gute Mannschaft“, meint SVM-Trainer Florian Meffert. Der SV Baindt holt vor allem auf heimischem Terrain zu wenige Punkte. Egal, wie die Partie beim TSV Eschach endet, Baindt wird auf einem Abstiegsplatz bleiben. Das gilt auch für den SC Unterzeil-Reichenhofen. Wer mehr als die Hälfte seiner Heimspiele verloren hat, steht nun mal ganz unten. Der SC spielt beim SV Kressbronn. Dort beerbt Oliver Wittich, derzeit Co-Trainer beim Landesligisten SV Oberzell, in der kommenden Saison Klaus Gimple.

Den Spieltag eröffnet am Freitag (18.30 Uhr) der SV Seibranz gegen den SV Eglofs. „Das war ein Rückschlag“, sagt SVE-Trainer Florian Kirchmann über das 0:2 gegen Isny. „Unsere Chancen sind auf ein Minimum geschrumpft.“

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