Wegen der Hitze kommen weniger Touristen nach Ravensburg

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Hitze könnte Tourismus negativ beeinflussen
Im Vergleich zum stärksten Monat des Vorjahres, verzeichnet die Tourismusbranche einen großen Rückgang der Besucherzahlen in Ravensburg.
Jonas Schmitt

Stadtführungen finden im August von Montag bis Freitag um 14 Uhr und ganzjährig samstags um 11 Uhr statt. Treffpunkt an der Tourist-Information, Marienplatz 35.

Es ist heiß. Das macht sich auch beim Tourismus in Ravensburg bemerkbar: Die Besucherzahlen sind zurzeit rückläufig. Waren es im Juli 2017, dem stärksten Monat des Jahres, noch 12 313 Besucher, die die Tourist-Information Ravensburg verbuchte, so waren es in diesem Jahr mit 9784 Besuchern deutlich weniger Gäste.

Das könne vor allem an den vorherrschenden Temperaturen liegen, meint die stellvertretende Leiterin der Tourist-Information, Anna-Maria Barrelmann. Lägen die Temperaturen über 30 Grad, seien die Leute eben wasseraffin und bevorzugten Freibad und Bodensee. Somit sei die Stadt besonders gut besucht, wenn kein Badewetter ist, so Barrelmann. Das sei schade, schließlich versprächen nicht nur der Badesee Abkühlung, sondern auch die Ravensburger Museen mit ihren Klimaanlagen.

Bisher gab es in diesem Jahr 45 027 Besucher. Deshalb sei es realistisch, dass die Besucherzahl des Vorjahres von 80 679 erreicht werden könne – denn es ist schon die Hälfte des Weges genommen. Außerdem steht mit dem September einer der besuchsreichsten Monate noch an.

Auch Stadtführer und Museen sind zuverischtlich

Optimisch sind die Verantwortlichen auch bei den Stadtführungen. Michael Borrasch, der einen Teil dieser Führungen leitet, erachtet die Nachfrage als stabil, mit Tendenz nach oben. Im Juni und Juli sei diese gut ausgelastet gewesen, wobei mit dem noch anstehenden September der stärkster Monat erst noch anstehe.

Auch die Museen scheinen dem Trend des Vorjahres zu folgen. Im vergangenen Jahr begrüßten diese rund 40 000 Besucher und streben dieses Jahr eine vergleichbare Besucherzahl an. Insbesondere mit Sonderausstellungen, wie zum Beispiel „Hexenwahn in Ravensburg“, habe man auch weit über die Stadtgrenzen hinaus Besucher anziehen können, resümiert Barrelmann.

Für die Zukunft versucht die Tourist-Information Ravensburg, zusätzlich Touristen aus Italien und der Schweiz zu werben und außerdem den Trend zu kürzeren Städtereisen zu bedienen. Geschehen soll das in zunehmend enger Kooperation mit dem Spielehersteller Ravensburger und verschiedenen Tourismusverbänden. Dabei baue man auf den Status als „Einkaufsstadt“ und die lebendige historische Kulisse, mit der sich Ravensburg deutlich von anderen Städten abheben könne. Schließlich wünsche sich der moderne Tourist zunehmend Authentizität, und damit könne man dienen.

Stadtführungen finden im August von Montag bis Freitag um 14 Uhr und ganzjährig samstags um 11 Uhr statt. Treffpunkt an der Tourist-Information, Marienplatz 35.

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