Vorsichtsmaßnahme: Polizei kontrolliert auf dem Marienplatz

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 Eine Demo fand am Montagabend nicht auf dem Marienplatz statt.
Eine Demo fand am Montagabend nicht auf dem Marienplatz statt. (Foto: Franziska Kraufmann/dpa)
Online-Redakteurin

Etwa ein Dutzend Polizeibeamte hat am Montagabend auf dem Ravensburger Marienplatz Präsenz gezeigt. Grund war eine Demo „gegen die Asylpolitik der Bundesregierung“, die dort ursprünglich hätte stattfinden sollen, dann aber wieder über das Internet abgesagt worden war. Auslöser für die geplante Demo waren die Geschehnisse vom 28. September, als ein afghanischer Asylbewerber auf dem Marienplatz mit einem Messer auf Passanten losging und drei von ihnen schwer verletzte – einen sogar lebensgefährlich.

Stefan Besenfelder, Leiter des Ravensburger Polizeireviers, bestätigte auf Anfrage der „Schwäbischen Zeitung“, dass der Polizeieinsatz eine Vorsichtsmaßnahme war. „Es ist alles ruhig und friedlich geblieben.“ Dennoch kontrollierten die Polizisten „auffällige Passanten“, wie Besenfelder es formulierte. Im Vorfeld hatte bereits ein Polizeisprecher erklärt, es sei nicht auszuschließen, dass trotz Absage Personen auftauchen. An diesem Abend kamen allerdings keine Demonstranten, sondern vor allem feiernde Erstsemester auf den Marienplatz.

Die offizielle Anmeldung der Kundgebung kam gar nicht erst zustande. Die Veranstalter behaupteten, der Grund des Rückzugs sei, dass zu viele Leute sich angekündigt hätten. Bei einer größeren Teilnehmerzahl hätte man weitere Ordner organisieren müssen. Deshalb wolle man einen neuen Termin ansetzen. Auch eine angedachte Gegendemo der Asylbewerberhilfe Ravensburg wurde daraufhin abgesagt.

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