„Vorschläge der Eltern sind nicht realistisch“

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Auf dem Lehrerparkplatz an der Kuppelnauschule könnte möglicherweise bald die neue Sporthalle stehen.
Auf dem Lehrerparkplatz an der Kuppelnauschule könnte möglicherweise bald die neue Sporthalle stehen. (Foto: Karin Geupel)
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Die Stadt Ravensburg hält die Forderung des Gesamtelternbeirats (GEB) nach einer eigenen zentralen Schulsporthalle für nicht realistisch. Das geht aus einem Schreiben von Bürgermeister Simon Blümcke an den Vorstand hervor. Die Stadtverwaltung will an ihren Plänen für den Bau einer dreigliedrigen Sporthalle am Standort Rechenwiesen festhalten.

Wie die „Schwäbische Zeitung“ berichtete, hält der GEB den Standort Rechenwiesen für ungeeignet, was den Schulsport angeht. Schüler müssten lange Wege in Kauf nehmen. Die Kritik: Diese Lösung diene in erster Linie dem Vereinssport. Die Eltern schlagen deshalb den Bau einer sechsteiligen Sporthalle auf der Kuppelnau vor und wollen zudem eine Erweiterung der Halle an den Gymnasien prüfen lassen.

Die vorgeschlagenen Alternativen seien „wünschenswert, aber nicht kurzfristig machbar“, sagt nun Blümcke. Die Halle an den Gymnasien könne nicht im Betrieb saniert und erweitert werden. Auch die dafür notwendigen Grundstücke stünden der Stadt nicht zur Verfügung. Auf eigenem Grund reiche der Platz jedoch nicht aus. Ob überhaupt ein weiteres Segment hinzukommen kann, sei „mehr als fraglich“.

Das Raumprogramm an der Kuppelnau wiederum, wo der Abriss der Schule und Halle und ein Neubau eines Schulzentrums geplant sind, sei schon jetzt größer als der Bestand. Blümcke: „Würden hier statt drei zukünftig sechs Hallendrittel untergebracht werden, ist das nur durch extrem kostspielige Bauwerke und durch Qualitätseinschränkungen machbar.“

Zur Anbindung der neuen Halle in Rechenwiesen gebe es Ideen: Die Verwaltung wolle eine dauerhafte Buslinie ins Sportzentrum einrichten, die auch den Takt in die Weststadt erhöht. Damit sei ein Mehrwert für die gesamte Stadt verbunden. Ebenfalls sollen die Fuß- und Radwege durch neue Radbrücken verbessert werden.

Die Stellungnahme räume die Bedenken der Eltern nicht aus, sagt der Vorstand des GEB.

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