Vorsitzender des Stiftungsvorstandes Rainer Widemann (rechts) und stellvertretend Vorsitzender des Stiftungsvorstandes Uli Schu
Vorsitzender des Stiftungsvorstandes Rainer Widemann (rechts) und stellvertretend Vorsitzender des Stiftungsvorstandes Uli Schuh. (Foto: Franziska Stölzle)
Franziska Stölzle

Man möchte etwas Gutes tun, etwas Einnehmen und sich einen Namen machen. Diese drei Ziele steckte sich die Bürgerstiftung Oberschwaben bei ihrer Gründung am 18. November 2008. Die Stiftung wurde gegründet um verschiedene Projekte in der Region Oberschwaben zu unterstützen. Seither hat sie große Fortschritte gemacht und feiert ihr zehnjähriges Jubiläum. „Jetzt geht es erst richtig los“, sagt der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Stiftung Uli Schuh.

Grundsätzlich lebt eine Stiftung vorwiegend von Spenden und Zinsen. „Momentan gibt es keine Zinsen, deshalb hält sich die Bürgerstiftung Oberschwaben derzeit nur durch Spenden oder Veranstaltungen“, erklärt der Vorstandsvorsitzende Rainer Widemann. „Fast alles, was wir an Spenden erhalten, wird auch wieder für den Stiftungszweck ausgeschüttet“, sagt er.

Hauptträger der Stiftung ist die Volks- und Raiffeisenbank. Neben finanzieller Unterstützung, ist die Bank für die Bilanz und die Steuererklärung der Stiftung verantwortlich. „Sie ist sozusagen die Mutter der Stiftung“, so Rainer Widemann.

In der Region gibt es eine Vielzahl an Stiftungen. „Man muss sich ganz genau überlegen, was man machen möchte“, erklärt Uli Schuh. Damit die Aktivitäten in alle Richtungen gehen können, ist der Stiftungszweck breit gefächert. Beispielsweise werden die Bereiche Kunst und Kultur, Sport, Jugend-, Alten- und Behindertenhilfe für Spenden angeboten. Das Team hat von Anfang an 100 Prozent gegeben. „Es ging von null auf hundert“, sagt Schuh.

Das Aushängeschild der Stiftung sind die drei Bürgerbusse. Sie werden durch Spenden von Firmen und Privatpersonen finanziert. Die jeweiligen Gemeinden (Eschach, Horgenzell und Bergatreute) prüfen, wer einen Bus bekommt, denn sie stehen ausschließlich für gemeinnützige Fahrten zur Verfügung.

Die Bürgerstiftung bietet eine Menge Aktionen an. Im Jahr 2019 gab es unter anderem schon einen Faschingsball, den Blutspendetag und diverse Ausfahrten mit den Bürgerbussen. Es sollen noch das Ferienprogramm in Bergatreute, ein Dankeschön-Abend mit Spendenvergabe und ein Stand auf dem Martinimarkt folgen. Der Stiftung stehen 28 Ehrenamtliche zur Seite, die bei den verschiedenen Veranstaltungen helfen. „Allein für die Bewirtung und den Auf- und Abbau werden einige Helfer und Helferinnen benötigt“, sagt Uli Schuh.

Die Bürgerstiftung Oberschwaben möchte sich gerne in verschiedenen Punkten neu ausrichten. Im Gespräch ist der Gedanke an frischen Wind durch junge Leute im Vorstand. „Wir sind offen für Neues, die Jungen ticken einfach anders“, sagt Uli Schuh. Zusätzlich möchte die Stiftung ihr Kapital mehr über Zinsen beziehen und auch die Möglichkeit der Zustiftung soll breiter aufgestellt werden. Wenn jemand sein Vermögen spenden möchte, aber genau wissen will, was mit dem Geld passiert, soll das mit einer eigenen Stiftung möglich sein. „Dann entsteht beispielsweise neben der Stiftung Berg die Stiftung Mustermann“, erklärt Schuh.

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