Von einem, der keine Klamotten tragen wollte

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Sabine Büchner (rechts) mit Friedemanns charakteristischer Brille bezieht die Kinder feinfühlig in die Handlung ein.
Sabine Büchner (rechts) mit Friedemanns charakteristischer Brille bezieht die Kinder feinfühlig in die Handlung ein. (Foto: Theresa Komprecht)
Schwäbische Zeitung
Theresa Komprecht

Am dritten Veranstaltungstag des Ravensburger Lesefestivals stand im Figurentheater Kleidung im Mittelpunkt – und Friedemann, der Protagonist des gleichnamigen Bilderbuches, der partout nichts anziehen will. Die Autorin und Illustratorin Sabine Büchner las Erstklässlern der Grundschule Neuwiesen, Zweitklässlern der Grundschule Weißenau und Vorschulkindern des Kinderhaus Ettishofen aus ihrem neuen Buch vor.

Opa ist seltsam angezogen

Lautes Gelächter erfüllt das Figurentheater, als auf der Leinwand das Cover des Bilderbuches „Friedemann“ zu sehen ist. „Der hat ja gar nichts an!“, rufen die Kinder. „Richtig“, bestätigt Sabine Büchner, „Friedemann ist ein Junge, der ganz genau weiß, was er will und was er nicht will.“ Klamotten tragen will er eben nicht. In seiner Familie kann das keiner nachvollziehen – außer dem Opa Kurt, der selbst sehr seltsam angezogen ist. Opa Kurt braucht nämlich eine Brille, doch er kann sie nie finden. Auf jeder der liebevoll gezeichneten Seiten ist sie versteckt und begeistert finden sie die Kinder unter einem Stuhl oder in einem Obstkorb.

Mittendrin im Geschehen

Sie sind mittendrin im Geschehen, rätseln, wie ein Pullover auf einem Baum gelandet sein könnte, und lachen über alle Dinge, die Opa Kurt wieder verwechselt hat. Büchner stellt viele Fragen zu jedem Bild und entwickelt so die Geschichte Stück für Stück, gemeinsam mit den Kindern. Am Ende darf jedes Kind Opa Kurt und Friedemann auf einem Ausmalbild anziehen, wie es will, und es entstehen tolle Kunstwerke. Nachdem das ungleiche Paar angezogen ist, ziehen auch die Kinder ihre Jacken wieder an und machen sich auf den Rückweg. Denn „ohne Kleider rumzulaufen ist doch peinlich und man wird ganz krank“, erklärt ein Schüler.

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