Volles Programm für Bezirksligisten

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 Der SV Fronhofen (Mitte Christoph Reichle) trifft am Sonntag auf den Mitaufsteiger Eglofs. Der SV Baindt (links Hussein Khanafe
Der SV Fronhofen (Mitte Christoph Reichle) trifft am Sonntag auf den Mitaufsteiger Eglofs. Der SV Baindt (links Hussein Khanafer) spielt gegen den FC Lindenberg. (Foto: Rolf Schultes)
Klaus Eichler

Intensive acht Tage stehen der Fußball-Bezirksliga ins Haus. An diesem Wochenende geht der 26. Spieltag über die Bühne – mit durchaus lösbaren Aufgaben für das Führungstrio. Am Gründonnerstag stehen drei Nachholspiele an sowie die vorverlegte Partie zwischen dem Zweiten SV Beuren und Spitzenreiter SV Weingarten. Am Ostersamstag wird noch das Bezirkspokal-Achtelfinale ausgespielt, mit dem Bezirksligaduell TSV Eschach gegen den TSV Heimenkirch. Am Ostermontag folgt der 27. Spieltag, unter anderem mit dem Spitzenspiel TSV Heimenkirch gegen den SV Beuren.

Vor dem Topspiel beim SV Beuren wartet auf Tabellenführer SV Weingarten beim abstiegsbedrohten SV Maierhöfen-Grünenbach eine Pflichtaufgabe. Weingartens Trainer Thomas Gadek sagt allerdings: „Wir haben uns schon in der Hinrunde schwergetan“, erinnert sich Gadek. Weingarten gewann durch ein Tor in der Nachspielzeit mit 1:0. „Maierhöfen ist besser, als es der Tabellenplatz aussagt.“ Das letzte Heimspiel des TSV gegen Meckenbeuren ging mit 1:2 verloren. „Die Niederlage hängt uns noch nach“, sagt Trainer Florian Meffert. „Da sind wir wieder unsanft auf dem Relegationsplatz gelandet.“ Ein Erfolgserlebnis gegen den Spitzenreiter wäre da Gold wert. „Dazu müssen wir aber ans Limit gehen“, meint Meffert.

Der SV Beuren hat am vergangenen Spieltag die Tabelle wieder zurechtgerückt. Mit dem Sieg in Argental verkürzte Beuren den Abstand zum Spitzenreiter auf acht Punkte. Der SVB erwartet nun den TSV Meckenbeuren. „Wir sind in einem guten Rhythmus“, meint Trainer Patrick Mayer. „Zehn Tore aus zwei Spielen können sich durchaus sehen lassen.“ Mayer will oben dranbleiben. „Wir werden versuchen, unsere Spiele zu gewinnen. Wenn uns das gelingt, werden wir am Ende auch Zweiter.“

Der TSV Eschach erwartet den SV Kressbronn. Für Eschachs Trainer Stefan Krause kein Spiel wie jedes andere, immerhin trainierte Krause zweieinhalb Jahre den SVK. Der TSV hat Luft nach oben und unten, dementsprechend geht Krause in die Partie. „Wir nehmen das Spiel als Vorbereitung für das Bezirkspokal-Viertelfinale am Ostersamstag.“ Hauptkritikpunkt des Trainers momentan: „Unser Zweikampfverhalten muss deutlich besser werden.“ Kressbronn hat die 40-Punkte-Hürde genommen und liefert sich an diesem Spieltag ein Fernduell mit dem SV Mochenwangen (40 Punkte) um Platz vier. Mochenwangen hat den VfL Brochenzell zu Gast. „Die Mochenwangener haben in der Offensive ganz viel Qualität“, sagt VfL-Trainer Rolf Weiland. „Da etwas Zählbares mitzunehmen, wird schwierig.“

Der TSV Heimenkirch, aktuell Dritter, hat anstrengende acht Tage vor sich. „Wir schenken das Pokalspiel in Eschach sicher nicht her, aber die Runde hat absolut Vorrang“, sagt Trainer Daniel Feistle. Der TSV muss beim Drittletzten SC Unterzeil-Reichenhofen antreten. Am Donnerstag geht’s zum SV Seibranz, am Ostersamstag im Pokal in Eschach und am Ostermontag gegen Beuren. „Vier Spiele in acht Tagen, viel trainieren brauchen wir da nicht“, sagt Feistle, „schimpfen nützt aber auch nichts.“

Aufsteiger SV Fronhofen ist im Kampf um den Klassenerhalt noch nicht durch. „Wir müssen punkten, um nicht doch noch in die Bredouille zu kommen“, warnt Trainer Gerhard Schmitz vor dem Spiel beim Vorletzten SV Eglofs, der in der Hinrunde eine 0:8-Klatsche einstecken musste. „Das war eine desaströse Vorstellung und nicht bezirksligawürdig“, sagt Trainer Florian Kirchmann. „Eglofs hat sich stabilisiert“, meint Schmitz. „Die Ergebnisse im neuen Jahr sprechen für sich.“

Nahezu gleich ist die Lage beim SV Seibranz, der wie Fronhofen 30 Punkte aufweist. Am Sonntag geht es zu Hause gegen den Tabellenletzten FC Isny. Für Isny jetzt schon eines von zehn Endspielen.

Der SV Baindt, noch auf einem Abstiegsplatz, könnte mit einem Sieg gegen den FC Lindenberg die Abstiegsplätze verlassen. Allerdings braucht es etwas Schützenhilfe. „Wir haben die Konstanz jetzt drin, hatten zuletzt auch mal wieder das Glück auf unserer Seite“, sagt Trainer Philipp Meißner. „Sieben Punkte wollen wir aus den Spielen gegen Fronhofen, Lindenberg und Brochenzell holen.“ Lindenberg, personell arg gebeutelt, muss auf die gesperrten Marius Buffler und Benedikt Dotschkail verzichten. „Wir spielen auf der letzten Rille“, sagt Trainer Markus Reichart, „werden aber auch gegen Baindt eine schlagkräftige Truppe zusammenbekommen.“

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