Volksbegehren auf dem Prüfstand

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 Das Volksbegehren zum Artenschutz ist auch auf der Oberschwabenschau ein Thema.
Das Volksbegehren zum Artenschutz ist auch auf der Oberschwabenschau ein Thema. (Foto: Archiv Felix Kästle)
Schwäbische Zeitung

Beim Agrarfachtag auf der Oberschwabenschau wird laut der Veranstaltungsgesellschaft live.in.Ravensburg ein heißes Eisen angepackt: Das Messe-Team organisiert eine Podiumsdiskussion zum aktuell umstrittenen Volksbegehren Artenschutz – „Rettet die Bienen“. Befürworter und Gegner werden am Mittwoch, 16. Oktober, ab 16 Uhr aufeinandertreffen. Für Fachbesucher des Agrarfachtags ist der Eintritt frei.

Sind die Forderungen des Volksbegehrens überzogen? Gefährdet das die Existenz von Landwirten? Oder ist es allerhöchste Zeit für tiefgreifende Veränderungen? Fragen, die derzeit vielerorts debattiert werden. Seit dem 24. September sammelt das Volksbegehren Artenschutz im Land Unterschriften. Zehn Prozent der badenwürttembergischen Wahlberechtigten sollen bis zum Stichtag, 23. März 2020, unterzeichnen. Gelingt dies, kommt das erste Volksbegehren in der Geschichte des Landes zustande, bei dem Bürger ein Gesetz durchsetzen können.

Streitthema wird von vielen Seiten durchleuchtet

„Wenige Wochen haben bereits gereicht, um rund um das Volksbegehren tiefe Zerwürfnisse entstehen zu lassen“, sagt Stephan Drescher, Messeleiter der Oberschwabenschau. „Wir sind eine Fachmesse für Land- und Forstwirtschaft. Wir erleben hautnah, wie sehr dieses Thema aktuell unsere Partner und Kunden aus der Landwirtschaft betrifft und bewegt. Mit dem Agrarfachtag haben wir seit 2018 eine Plattform bei uns auf der Messe, die dem fachlichen Austausch dienen soll. Die bieten wir gern an, um dieses Thema zu bearbeiten und voranzubringen.“ „Volksbegehren Artenschutz – was sind die Auswirkungen?“ ist die Diskussion überschrieben, bei der laut Mitteilung das Streitthema von vielen Seiten durchleuchtet werden soll.

Diskutieren werden Sandra Detzer, Landesvorsitzende der Grünen und Marco Eberle, der im Referat Vermarktung und Produktion des Landesbauernverbands arbeitet. Außerdem Birgit Locher, Junglandwirtin aus der Bodensee-Region, die zu den Organisatoren der Protestaktion mit den grünen Kreuzen gehört, sowie Sylvia Pilarsky-Grosch, die als Landesgeschäftsführerin den BUND Baden-Württemberg vertritt. Moderiert wird das Podium von der Journalistin Katja Korf, die als Landespolitische Korrespondentin für die „Schwäbische Zeitung“ in Stuttgart arbeitet und das Thema schon mehrfach bearbeitet hat. Die Diskussion wird im Festzelt, Halle 8, im Vortragsbereich geführt.

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