Verletztenmisere trübt die Stimmung

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Der FV Ravensburg (links Felix Hörger gegen Friedrichstals Marcel Höniges) ist stark in die Saison 2018/19 gestartet.
Der FV Ravensburg (links Felix Hörger gegen Friedrichstals Marcel Höniges) ist stark in die Saison 2018/19 gestartet. (Foto: Elke Obser)
Sportredakteur

Sportlich läuft es beim Fußball-Oberligisten FV Ravensburg bisher sehr gut. In der Liga wurden beide bisherigen Spiele gewonnen, auch im Verbandspokal ist der FV noch im Rennen. Am Samstag um 14 Uhr trifft Ravensburg zu Hause auf den FC 08 Villingen. Die Stimmung bei den Ravensburger könnte richtig gut sein – wären da nicht die zahlreichen Verletzten.

Zu den Langzeitausfällen Sebastian Mähr, Sebastian Reiner, Jascha Fiesel und Moritz Jeggle, der zumindest wieder im Aufbautraining ist, gesellt sich nun auch noch Bartosz Broniszewski. Der vielseitig einsetzbare 30-Jährige hat sich einen Adduktorenanriss zugezogen. Zudem muss Jona Boneberger nach seinem Nasenbeinbruch nun doch operiert werden – auch der Mittelfeldspieler fällt vorübergehend aus. „Das sind alles Spieler, die für die Startelf infrage kamen“, sagt der Sportliche Leiter Peter Mörth. „Jetzt bekommen die Spieler ihre Chance, die bislang vielleicht ein bisschen hinten dran waren.“

Villingen mit mäßigem Start

Mörth will aber trotz der vielen Ausfälle nicht zu sehr über die Verletzungen klagen. Viel lieber spricht der Sportliche Leiter über den Saisonstart. „Überragend“, sagt Mörth über den Start in die Spielzeit 2018/19. „Besser, als wir erwartet hatten.“ Speziell der Auftaktsieg in der Oberliga beim Spitzenteam SGV Freiberg hat es Mörth angetan. „Da waren wir im Kollektiv stark, die Leistung dort war außergewöhnlich gut.“ Nun gelte es, diese starke Serie fortzusetzen.

Der FC 08 Villingen, im Vorjahr als Aufsteiger Vizemeister und erst in der Relegation am Aufstieg in die Regionalliga gescheitert, ist mit einem Unentschieden und einer Niederlage nur mäßig aus den Startlöchern gekommen. „Sie gehören für mich aber ganz klar zu den Mannschaften im vorderen Drittel“, sagt Mörth. „Aber natürlich steht Villingen mit einem Punkt aus zwei Spielen unter Druck.“ Immerhin: Am Mittwoch zog Villingen durch einen 4:1-Sieg beim Landesligisten FC Neustadt ins Achtelfinale des südbadischen Verbandspokals ein. „Wir haben gesehen, dass wir noch einige Arbeit vor uns haben“, sagte Trainer Jago Maric dem „Schwarzwälder Boten“. „Mehr Tore wären für das Selbstvertrauen besser gewesen, aber es war in Ordnung.“

Mittwoch steht der Pokal an

Im heimischen Stadion im Wiesental will der FV am Samstag vermeiden, dass sich die Gäste weiteres Selbstvertrauen holen. Ravensburg will selbst den Lauf fortsetzen. Der gute Saisonstart liegt laut Mörth auch an der Stimmung im Team. „Das ist wirklich ein eingeschworener Haufen“, lobt der Sportliche Leiter. „Das Wir-Gefühl steht bei unserem Trainer im Vordergrund.“ Steffen Wohlfarth muss nun aber erneut seine Aufstellung ändern – beim 3:0-Heimsieg gegen Friedrichstal standen Bartosz Broniszewski (Innenverteidigung) und Jona Boneberger (Mittelfeld) in der Startelf. Gut möglich, dass Burhan Soyudogru von Beginn an auflaufen wird.

Nur vier Tage nach dem Heimspiel gegen Villingen stehen die Ravensburger erneut zu Hause auf dem Platz. Am Mittwoch um 17.15 Uhr trifft der FV in der dritten Runde des Verbandspokals auf den Verbandsligisten 1. Göppinger SV. Zeitgleich trifft der Bezirksligist SV Baindt in seinem Spiel des Jahres auf den Regionalligisten TSG Balingen. Balingen gewann am Mittwoch beim Landesligisten FC Mengen mit 3:1.

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