Unwetterwarnungen für die gesamte Region: Gefahr von Überschwemmungen und Sturmböen

Lesedauer: 5 Min
Unwetterwarnung auf einem Leucht.Hinweisschild auf dem Tempelhofer Damm in Berlin Unwetterwarnung auf einem Leucht.Hinw
Die für die Jahreszeit ungewöhnliche Gemengelage hat amtliche Warnungen für ganz Südeutschland zur Folge. (Archiv-Bild) (Foto: rolf kremming via www.imago-images.de / imago)
Schwäbische Zeitung
Deutsche Presse-Agentur

Starke Winde, Gewitter und Regen ohne Ende: Das Wetter in Deutschland wird auch weiterhin nicht winterlich, dafür aber sehr stürmisch und extrem nass.

+++ Unwetterwarnungen für Montag, 3. Februar finden Sie hier +++

In vielen Teilen der Republik werde es ungewöhnlich mild, vor allem im Süden Deutschlands, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Samstag mit.

Hier sollen die Werte sogar auf 14 bis 19 Grad klettern. Stürmische Böen oder Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 65 km/h  und 95 km/h seien möglich.

Warnung vor Überflutungen und Gegenständen

Überall im Land müsse man sich besonders auf Überflutungen einstellen, sagte DWD Meteorologe Kai-Uwe Nerding. Auch vor herabstürzenden und herumfliegenden Gegenständen sollte man sich in Acht nehmen.

Aktuelle Unwetter-Gefahren

Bis Dienstagfrüh kann sich im Süddeutschland dazu Dauerregen halten. Dabei sind im Allgäu bis zu 100 Liter Regen pro Quadratmeter möglich, in Staulagen sogar bis zu 140 Liter.

Starkes Tauwetter oberhalb von 1.000 Metern

Zusätzlich könne starkes Tauwetter die Situation verschärfen, heißt es beim Deutschen Wetterdienst.

Das Warn- und Informationssystem Katwarn hat für die gesamte Region amtliche Unwetterwarnung auf Grundlage des DWD veröffentlicht.

Demnach werden etwa für den Ulmer Raum die größten Regenmengen von Montag bis Dienstagfrüh erwartet. 

Infolge des Extremwetters könne es auch an kleineren Bächen und Flüssen zu Hochwassersituationen und unterspülten Straßen und Schienen kommen. 

Verletzte im Südwesten

Bereits am Sonntagvormittag gab es Meldungen, dass mehrere Menschen durch doe Folgen des extremen Wetters Verletzungen erlitten haben. Die Feuerwehr musste zu mehreren Einsätzen ausrücken, wie die Polizeipräsidien am Sonntagmorgen mitteilten.

In der Heidelberger Altstadt hat sich am Samstagabend durch eine Windböe ein Dachziegel gelöst und einen 24 Jahre alten Mann am Kopf getroffen. Der Mann erlitt eine Platzwunde, wie ein Sprecher der Mannheimer Polizei am Sonntag sagte. Glücklicherweise habe der Ziegel ein eher weiches Material gehabt und der Verletzte konnte ambulant behandelt werden.

Weil Laub die Gullis verstopft hatte, wurde außerdem in Heidelberg eine Bundesstraße überflutet. Laut Polizei reinigte die Feuerwehr die Gullis und die Straße war nach weniger als zwei Stunden wieder frei. Im Main-Tauber-Kreis geriet außerdem eine Weinberghütte nach einem Blitzeinschlag in Brand. Die Heilbronner Polizei schätzt den Schaden auf rund 20 000 Euro.

An der Auffahrt der Autobahn 8 im Bereich Leinfelden-Echterdingen (Kreis Esslingen) hat sich am Samstagabend eine 21 Jahre alte Fahrerin auf nasser Straße mit ihrem Auto mehrfach überschlagen.

Die Frau sei mit ihrem Wagen ins Schleudern geraten, weil sie ihr Tempo nicht den Witterungsverhältnissen angepasst hatte, wie die Polizei Ludwigsburg mitteilte. Sie kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus.

Meist gelesen in der Umgebung

Die Kommentarfunktion ist für Sie aktuell gesperrt. Bitte wenden Sie sich an unseren Kundenservice für weitere Infos.
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen