Bürgermeister verunglimpft: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen mutmaßlichen Reichsbürger

 Er soll mehrseitige Dokumente verschickt haben, in denen er Bürgermeister verschiedener Landkreis-Gemeinden angeht. Nun wird ge
Er soll mehrseitige Dokumente verschickt haben, in denen er Bürgermeister verschiedener Landkreis-Gemeinden angeht. Nun wird gegen den 62-Jährigen ermittelt. (Foto: Monika Skolimowska)
Schwäbische Zeitung
Redakteur

Ein 62-Jähriger soll mehrere Bürgermeister der Region verunglimpft haben, das könnte nun Konsequenzen haben. Die Staatsanwaltschaft Ravensburg und die Kriminalpolizei Friedrichshafen haben Ermittlungen gegen den Tatverdächtigen aus dem Landkreis Ravensburg wegen Übler Nachrede und Verleumdung gegen Personen des politischen Lebens eingeleitet.

Laut Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft und des Polizeipräsidiums Ravensburg steht der Mann im Verdacht, im Juli 2021 mehrere Schreiben mit verunglimpfendem Inhalt in der Region verteilt zu haben. In dem mehrseitigen Dokument sprach er unter anderem den Bürgermeistern mehrerer Gemeinden im Landkreis Ravensburg deren Legitimität ab und untermauerte dies mit falschen Fakten.

Verdächtiger wohl der Reichsbürgerszene zuzurechnen

Den Politikern unterstellte er laut Staatsanwaltschaft diverse Straftaten begangen zu haben. Auch die Leitungen der Finanzämter Ravensburg, Sigmaringen und Konstanz griff der Tatverdächtige in seinen Schreiben an.

Bei einer richterlich angeordneten Durchsuchung der Wohnung des 62-Jährigen fanden die Ermittler umfangreiches Beweismaterial, unter anderem weitere vorbereitete Briefsendungen. Der Tatverdächtige, welcher der Selbstverwalter- und Reichsbürgerszene zuzurechnen sein dürfte, gelangt nun entsprechend zur Anzeige.

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