TWS werden als „Klimastadtwerk“ ausgezeichnet

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 Freuen sich über die Auszeichnung (von links): Helmut Hertle (Geschäftsführer TWS Netz), Andreas Thiel-Böhm (Geschäftsführer T
Freuen sich über die Auszeichnung (von links): Helmut Hertle (Geschäftsführer TWS Netz), Andreas Thiel-Böhm (Geschäftsführer TWS), Sabrina Aurenz (TWS), Simon Mößinger (Deutsche Umwelthilfe), Steffen Holzmann (Deutsche Umwelthilfe). (Foto: Jonas Schmitt)
Jonas Schmitt

Die Deutsche Umwelthilfe hat den Technischen Werken Schussental (TWS) die Auszeichnung „Klimastadtwerk“ verliehen. Anlass der Verleihung war der Beitrag der TWS zum Klimaschutz in den Bereichen Strom, Mobilität und Wasserversorgung. Damit sind die TWS neben den Stadtwerken Radolfzell und Detmold das dritte Unternehmen in Deutschland, dem die Auszeichung für einen Zeitraum von zwei Jahren verliehen wurde.

Genau unter die Lupe genommen

Die Deutsche Umwelthilfe hat die TWS in den vergangenen drei Monaten genau unter die Lupe genommen. Dabei wurden verschiedene Bereiche des Unternehmens wie zum Beispiel die Energie- und Wärmeerzeugung untersucht. Die Deutsche Umwelthilfe prüfte, ob die Anzahl der Bereiche, in denen das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid eingespart wird, größer ist als die Anzahl der Bereiche, in denen das nicht der Fall ist, erklärt Steffen Holzmann von der Deutschen Umwelthilfe. Dabei habe es keinen Bereich gegeben, bei dem nicht auf Emissionen geachtet wurde.

Zum Beispiel produzieren die TWS jährlich gut 50 000 Tonnen weniger Kohlenstoffdioxid bei der Stromherstellung als im deutschen Durchschnitt, sagt Holzmann. Treibhausgase, die beispielsweise durch den Bau einer Windkraftanlage entstehen, sind laut TWS bereits mit eingerechnet. Außerdem reduziert das Unternehmen Emissionen, indem Mitarbeiter die E-Autos der Firma auch privat leihen können. Durch spezielle Turbinen in den Wasserleitungen erzeugen die TWS zudem auch bei der Wasserversorgung Strom.

Bei den TWS erfolgt die Stromerzeugung hauptsächlich mittels Solarenergie und Windkraft, erklärt Andreas Thiel-Böhm, Geschäftsführer der TWS, die 2001 durch die Fusion der Stadtwerke Ravensburg und Weingarten entstanden ist. Das Thema nachhaltige Stromerzeugung sei ab 2008 in Angriff genommen worden. Erst dann habe sich das Unternehmen finanziell stark genug gefühlt, schließlich brauche es nicht nur guten Willen, sondern auch Erträge um eine Vorreiterrolle im Bereich Umweltschutz finanzieren zu können. Dabei hat das Unternehmen laut Thiel-Böhm in den vergangenen zehn Jahren im Bereich regenerative Stromerzeugung Verlust gemacht, erst ab 2019 werden schwarze Zahlen erwartet. Über die Auszeichnung freut er sich: „Wir fühlen uns wertgeschätzt für das, was wir in den letzten 18 Jahren vorangetrieben haben.“

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