TSV Heimenkirch entlässt Trainergespann Feistle/Limberger

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 Daniel Feistle (links) und Benjamin Limberger (rechts) sind beim TSV Heimenkirch entlassen worden.
Daniel Feistle (links) und Benjamin Limberger (rechts) sind beim TSV Heimenkirch entlassen worden. (Foto: Archiv: Klaus Eichler)
Klaus Eichler

Mit dem 18. Spieltag startet die Fußball-Bezirksliga am Wochenende in die Rückrunde, offiziell ist es der vorletzte Spieltag des Jahres. Zum Fupa-Spiel der Woche empfängt der SV Bergatreute den Mitaufsteiger SV Achberg. Bis auf die Begegnungen FC Leutkirch gegen VfL Brochenzell (Samstag, 14 Uhr) und SV Maierhöfen-Grünenbach gegen SV Seibranz (Samstag, 14.30 Uhr), finden alle Spiele am Sonntag um 14 Uhr statt. Der TSV Heimenkirch geht die Aufgabe ohne das bisherige Trainergespann an.

In einem Punkt sind sich die Trainer Norbert Badstuber (SV Bergatreute) und Michael Riechel (SV Achberg) einig: „Anders als in der Hinrunde, werden die Punkte in Bergatreute auf dem Platz ausgespielt und nicht am Grünen Tisch.“ Am ersten Spieltag feierte Bergatreute im Aufsteigerduell in Achberg mit einem 3:2 ein siegreiches Debüt in der Bezirksliga, leistete sich dabei aber einen Formfehler. Mit Tobias Peter stand ein Spieler auf dem Platz, den der SV Bergatreute schlichtweg vergessen hatte, im Online-Spielberichtsbogen aufzuführen, was Bergatreute die drei Punkte kostete. „Der Punktabzug in Achberg ist aus den Köpfen gelöscht und abgehakt“, sagt Badstuber. Fehlen tun sie trotzdem. Mit diesen drei Punkten stünde der SVB im gesicherten Mittelfeld der Tabelle, so sind es nur sechs Punkte zum Abstiegsrelegationsplatz. Dass die Hinrunde nach anfänglichen Schwierigkeiten mit nur drei Punkten aus den ersten sechs Spielen so positiv verläuft, „das hätte keiner erwartet“, gibt Badstuber zu, „der Verein hat gute Voraussetzungen geschaffen, das man in dieser anspruchsvollen Bezirksliga mithalten kann“. Ein weiterer Grund sieht Badstuber im Zusammenhalt. „Verein, Fans, alle standen nach dem schlechten Auftakt hinter der Mannschaft“. Vom gesicherten Mittelfeldplatz ist der SV Achberg (Platz 14) ein ganzes Stück entfernt. Geschuldet auch dem Spielplan, denn die Begegnung beim SV Bergatreute ist das siebte Auswärtsspiel in Folge für die Achberger, auch deshalb, weil gegen Meckenbeuren und Beuren wegen schlechter Platzverhältnisse in Achberg das Heimrecht getauscht wurde. Unterm Strich holte Achberg nur einen Punkt aus diesen sechs Gastspielen. „Wir konnten bis auf Seibranz in jedem Spiel mithalten“, sagt Riechel, „das ist ein Lernprozess in dem man viel Lehrgeld bezahlt“. Auch gegen Bergatreute und abschließend gegen Kißlegg könne man punkten. „Ich hoffe nicht, dass der Punktabzug noch zwischen uns steht“, sagt Riechel, der mit der Punkteausbeute der Hinrunde natürlich nicht zufrieden ist. „Beim einen oder anderen Spieler ist der Kopf schon unten, aber die Stimmung bei uns ist überragend“. Bemerkbar mache sich auch die lange Serie mit neunzehn Spielen. „Jetzt kommt dann der Advent und wir stehen immer noch auf dem Sportplatz“, sagt Riechel.

Der TSV Heimenkirch, der SV Oberzell und der SV Fronhofen zählen zu den Verlierern des vergangenen Spieltages. Der Vierte Oberzell muss zum heimstarken TSV Meckenbeuren, der auch das sechste Heimspiel in Folge erfolgreich gestalten will. 13 Punkte fuhr der TSV in den fünf Spielen davor ein. Schon in der Hinrunde entführte der TSV einen Punkt aus Oberzell. Von der Papierform leichter ist die Aufgabe des Fünften SV Fronhofen, der den Tabellenletzten SG Argental erwartet.

Der Dritte TSV Heimenkirch muss zur TSG Bad Wurzach – und das ohne das bisherige Trainergespann Daniel Feistle und Benjamin Limberger. Laut Trainer Feistle habe ihnen die Sportliche Leitung des TSV, Axel Wagner und Thomas Bentele, am Mittwochabend ihre Entlassung mitgeteilt. Für Feistle kam die Entlassung völlig überraschend: „Wir hatten keine Vorgabe vom Verein, stehen immerhin auf Platz drei, verstehen muss man das nicht.“ Wer neuer Trainer beim TSV wird, ist noch nicht bekannt. Für eine Stellungnahme war die Sportliche Leitung nicht zu erreichen. Gleich in seiner ersten Saison führte Feistle, der zur Spielzeit 2018/2019 von Simon Schnepf übernahm, den TSV auf den Aufstiegsrelegationsplatz, scheiterte da aber in der ersten Runde an der TSG Ehingen. In dieser Saison stieg Benjamin Limberger als Co-Trainer mit ein.

Die SG Kißlegg nimmt einen zehnten Anlauf auf den ersten Heimsieg der Saison, Gegner ist der starke Aufsteiger TSV Ratzenried. Ohne die gesperrten Jörg Weiland, Thomas Mauch und Torhüter Massimo Gabriele eine schwierige Aufgabe.

Herbstmeister TSV Eschach erwartet auf dem Kunstrasen in Weissenau den SV Mochenwangen, der auswärts in der Hinrunde schon für so manche Überraschung gesorgt hat, was Siege in Beuren und Fronhofen belegen. „An unserer Ausgangssituation hat sich nichts geändert“, sagt TSV-Trainer Philipp Meißner, „aber den guten Lauf zu Hause wollen wir fortsetzen“.

Der SV Seibranz hat zu den Top-Fünf-Teams aufgeschlossen und muss beim SV Maierhöfen-Grünenbach antreten. Trainer Thomas Hess hält auch nach dem Sieg in Beuren den Ball flach: „Wer glaubt, das wird ein Selbstläufer, der irrt“, denn in der Hinrunde musste Seibranz gegen Maierhöfen eine 0:1-Heimniederlage einstecken.

Der SV Kressbronn, der den Zweiten SV Beuren empfängt, hat in der laufenden Runde seine Klasse schon einige Mal aufblitzen lassen, was Siege gegen Heimenkirch sowie in Leutkirch und zuletzt in Oberzell unterstreichen. Die Rote Karte, die sich SVB-Trainer Patrick Mayer beim SV Oberzell einhandelte, wurde übrigens vom Schiedsrichter wieder zurückgenommen, da es sich um eine Verwechslung handelte.

„Unsere Auswärtsbilanz bleibt ausbaufähig“, sagt Trainer Rolf Weiland vom VfL Brochenzell vor dem Gastspiel beim FC Leutkirch. Der FC ist für den VfL in der Vergangenheit kein gutes Pflaster. Auch in der Hinrunde nahm der FC die Punkte mit nach Hause.

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