TSV Eschach scheitert an seinen alten Schwächen

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 Der TSV Eschach ist in der ersten Runde des WFV-Pokals ausgeschieden.
Der TSV Eschach ist in der ersten Runde des WFV-Pokals ausgeschieden. (Foto: colourbox.com)
Maximilian Kroh

Eschach bleibt Eschach. Vielleicht lässt sich die krachende 1:6-Niederlage des TSV Eschach gegen die SGM SW Rottenacker/Munderkingen im Fußball-Verbandspokal mit diesem Satz schon auf den Punkt bringen. Denn auch unter dem neuen Trainer Philipp Meißner biss sich der TSV an einer starken Defensive die Zähne aus und lief defensiv ins offene Messer.

Rottenacker hat heute verdient gewonnen“, stellte Meißner gleich nach Abpfiff die Verhältnisse klar. Im Angesicht der deutlichen Pleite hätte jedes andere Statement allerdings auch stark verwundert. Für Eschach begann die Partie denkbar ungünstig. „Wir haben den Gegner zum Kontern eingeladen“, meinte der Trainer. „Das hat Rottenacker dann ordentlich bestraft.“ Durch zwei Konter und eine Standardsituation lag Eschach bereits nach einer guten Viertelstunde mit 0:3 zurück – das Spiel war gelaufen. Die Gastgeber verteidigten diszipliniert, die eigentlich starke Eschacher Offensive um Tobias Weiß und Max Bröhm fand dagegen keine Mittel. Immer wieder gelang es der SGM, ihre schnellen Außenstürmer einzusetzen und die Eschacher über Konter in ordentliche Bedrängnis zu bringen. Mit 0:3 ging es dann auch in die Halbzeitpause.

Zum zweiten Durchgang wechselte Meißner gleich doppelt, brachte Markus Deiss für den gelb-vorbelasteten Fabio Frank und Julian Frommherz für Matthias Klausmann. Mit der bloßen Leistung hatte das allerdings nicht zu tun. „Es war ja immer noch irgendwo ein Vorbereitungsspiel“, erklärte Meißner. „Da wollte ich Julian nochmal Spielzeit im zentralen Mittelfeld geben.“ Das Spiel der Eschacher wurde im zweiten Abschnitt besser, der TSV kam auch zu eigenen offensiven Aktionen. Mehr als der Ehrentreffer zum zwischenzeitlichen 1:4 gelang den Gästen aber nicht. Durch zwei späte Treffer stellte Rottenacker auf den 6:1-Endstand, der vielleicht etwas zu deutlich ausfiel. „Die haben das heute sehr gut gemacht“, lobte Meißner den Gegner.

Seiner Mannschaft attestierte der neue Coach einige Mängel in Sachen Bissigkeit, Cleverness und Zweikampfverhalten. Er interpretierte das Spiel als klares Zeichen an sein Team: „Uns wurde heute gezeigt, dass wir trotz guter Vorbereitungsspiele noch mehr tun müssen.“ Jetzt liegt der Fokus für den TSV beim Auftakt in einer „heftigen Bezirksliga“, wo es am 15. August in Mochenwangen losgeht. „Wir können in der Liga mithalten“, ist Meißner sicher. „Das haben wir in der Vorbereitung gezeigt. Heute allerdings nicht.“

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