Towerstars-Kapitän gibt als Ziel Play-Offs aus

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 Towerstars-Kapitän Vincenz Mayer hofft auf eine erfolgreiche Eishockeysaison in Ravensburg.
Towerstars-Kapitän Vincenz Mayer hofft auf eine erfolgreiche Eishockeysaison in Ravensburg. (Foto: Archiv: Kästle)
Sportredakteur

Während am Donnerstag die Towerstars trainiert haben, haben Geschäftsführer Rainer Schan und Raphael Kapzan den VIP-Raum in der Ravensburger Eissporthalle hergerichtet. Tische wurden zusammengestellt und abgewischt. Denn der neue Pächter, Föhr Even-Catering, beginnt offiziell erst am 1. Oktober. Doch schon beim Heimspiel gegen Dresden wird Föhr das Essen liefern. Die Towerstars müssen jedoch das Personal stellen und die Stände in der Eissporthalle bewirten. „Drei Heimspiele müssen wir rumbekommen“, meint Schan. Dann übernimmt Föhr komplett.

Vincenz Mayer geht in seine dritte Saison bei den Ravensburg Towerstars. Zum zweiten Mal ist er von Trainer Jiri Ehrenberger zum Kapitän ernannt worden. Seine Assistenten sind Robin Just sowie der neue Stürmer Andreas Driendl. Thorsten Kern sprach mit Mayer über sein Kapitänsamt und die neue Saison in der Deutschen Eishockey-Liga 2 und den Start am Freitag um 20 Uhr gegen die Dresdner Eislöwen.

Herr Mayer, Sie sind wieder Kapitän der Ravensburg Towerstars. Ehrt Sie das oder ist es inzwischen fast business as usual?

Natürlich ehrt es mich, dass ich wieder das Vertrauen als Kapitän bekommen habe. Ich freue mich auf die Saison mit der Mannschaft.

Auf eine Saison, die länger dauern soll als die letzten beiden Spielzeiten?

Wir wollen auf jeden Fall eine längere Saison spielen. Das ist unser großes Ziel. Dafür werden wir alles tun.

Mit Blick auf die Vorbereitung: Wo stehen die Ravensburg Towerstars?

Die Jungs haben sehr gut gut gearbeitet, alle haben Gas gegeben. Wir sind eine coole Truppe, die sich gut versteht. Natürlich ist jetzt auch jeder froh, dass die Vorbereitung endlich vorbei ist und dass es am Freitag mit dem ersten Spiel losgeht.

Sie haben die letzten fünf Vorbereitungsspiele verloren. Ist das etwas, was Sie beschäftigt?

Es macht nicht viel, muss ich sagen. Die Vorbereitung ist das eine, die Saison das andere. Wir haben unsere Fehler analysiert. Denn dass man Fehler macht, dafür ist die Vorbereitung ja auch da.

Was sind denn noch die Schwachstellen im Team?

Das sage ich jetzt nicht. Wir müssen einfach als Mannschaft kompakt auftreten, sowohl offensiv als auch defensiv. Dann schauen wir, was dabei herausspringt.

Was ist dieses Jahr drin für die Towerstars?

Unser großes Ziel ist ganz klar, die Play-offs zu erreichen. Dafür werden wir alles tun. Was sonst passiert, werden wir während der Saison sehen.

Es sind in Olivier Hinse, Robbie Czarnik und Ilkka Pikkarainen neue Ausländer dazugekommen. Welchen Eindruck haben Sie bislang von den neuen Stürmern gewonnen?

Das sind super Jungs, sehr gute Eishockeyspieler. Die werden uns ganz sicher weiterhelfen.

Mit Ilkka Pikkarainen haben Sie ja sogar ganz kurz mal zusammengespielt ...

(Vincenz Mayer muss lange überlegen. Schließlich war es nur eine Partie in der Saison 2010/11. Der Finne Pikkarainen spielte damals bei Timra in Schweden, wurde als Gastspieler aber von den Grizzlys Wolfsburg zum Spengler-Cup eingeladen. Beim Stichwort Spengler-Cup erinnert sich Mayer dann auch.)

Verdammt, das stimmt. Jetzt erinnere ich mich. Ich stand damals bei Wolfsburg unter Vertrag und beim Spengler-Cup durfte jedes Team drei Spieler einladen, weil es jeden Tag ein Spiel gibt. Wolfsburg hat dann unter anderem Ilkka Pikkarainen geholt. Das hatte ich echt total vergessen.

Zurück zu den Towerstars. Jiri Ehrenberger geht jetzt in seine zweite Saison als Trainer. Merkt man, dass ein bisschen Routine reinkommt, dass die Spieler wissen, was er von den Spielern auf dem Eis sehen will.

Natürlich, denn wir haben ja auch einige Jungs dabei, die das System schon aus der letzten Saison kennen. Der Trainer arbeitet gut, zusammen mit ihm und unserem Umfeld wollen wir versuchen, so viel wie möglich zu erreichen.

Das erste Heimspiel geht gleich gegen die Dresdner Eislöwen, von einigen als Geheimfavorit deklariert ...

Das ist für uns ein guter Start. Dresden ist ein Topteam, mit dem wir uns messen können. Ich hoffe, dass hier in der Eissporthalle gute Stimmung sein wird. Wir wollen es Dresden schwer machen und die Punkte hier behalten.

Wer sind für Sie die Topteams der DEL2?

Den Meister Bietigheim muss man natürlich immer dazuzählen, die Steelers sind für mich der Topfavorit. Auch Frankfurt wird vorne dabei sein. Dazu Dresden als Geheimfavorit. Wir werden sehen, die Saison ist sehr lange, da kann einiges passieren. Wir sind bereits, es kann auf jeden Fall losgehen.

Trainingsauftakt bei den Ravensburg Towerstars
Bei diesen Temperaturen ist eigentlich an Eishockey gar nicht zu denken, doch Mitte September geht ja die Saison in der DEL 2 wieder los. Deshalb sind die Ravensburg Towerstars in die sechswöchige Vorbereitung gestartet. Die Sommerpause war nach dem frühen Aus in den Pre-Play-offs viel länger, als sich das alle gewünscht hatten.

Während am Donnerstag die Towerstars trainiert haben, haben Geschäftsführer Rainer Schan und Raphael Kapzan den VIP-Raum in der Ravensburger Eissporthalle hergerichtet. Tische wurden zusammengestellt und abgewischt. Denn der neue Pächter, Föhr Even-Catering, beginnt offiziell erst am 1. Oktober. Doch schon beim Heimspiel gegen Dresden wird Föhr das Essen liefern. Die Towerstars müssen jedoch das Personal stellen und die Stände in der Eissporthalle bewirten. „Drei Heimspiele müssen wir rumbekommen“, meint Schan. Dann übernimmt Föhr komplett.

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