Towerstars im Finale: „Ein geiles Gefühl“

Lesedauer: 6 Min
Sportredakteur

Fröhlich, aber nicht ausgelassen. So war die Stimmungslage am späten Freitagabend in der Kabine der Ravensburg Towerstars. Wenige Minuten zuvor hatten die Towerstars den Einzug ins Play-off-Finale der Deutschen Eishockey-Liga 2 geschafft.

„Ein, zwei Bier dürfen wir uns gönnen und uns kurz freuen“, sagte Kapitän Vincenz Mayer. „Dann bereiten wir uns auf Frankfurt vor.“

Ab Donnerstag geht es in der Finalserie, ebenfalls wieder im Modus „Best of Seven“, gegen die Löwen Frankfurt. Aus Sicht von Ravensburgs Trainer Rich Chernomaz muss man sagen: ausgerechnet Frankfurt.

Seit ich hier bin, sind sie sehr diszipliniert, halten sich an den Gameplan. Ich bin auf jeden Einzelnen sehr stolz. 

Trainer Rich Chernomaz

Der Kanadier war jahrelang Trainer und kurz auch Sportdirektor bei den Hessen, sie führte er auch schon zur Meisterschaft. „Natürlich habe ich einige Gefühle, wenn ich an Frankfurt denke“, sagte Chernomaz am Freitag.

Bevor er sich ganz dem Finalduell gegen die Löwen widmet, gab es erst einmal viel Lob für seine jetzige Mannschaft. „Seit ich hier bin, sind sie sehr diszipliniert, halten sich an den Gameplan. Ich bin auf jeden Einzelnen sehr stolz.“

Riesenjubel bei den Ravensburg Towerstars (Robin Just) über den Finaleinzug in der DEL2. (Foto: Felix Kästle)

Der Jubel nach Olivier Hinses Siegtreffer in der Verlängerung war groß. Danach schlüpften die Towerstars schnell in ihre Final-T-Shirts, die natürlich vorbereitet waren. Auch Frank Kottmann vom Hauptsponsor CHG kam im Final-Shirt in die Kabine, um die Spieler zu beglückwünschen.

Nur wenige Tage Zeit zum Erholen

Die gönnten sie ein Bier, hörten deutschen Schlager und waren glücklich, das Halbfinale gegen den ESV Kaufbeuren bereits am Freitag beendet zu haben. „Das war sehr wichtig, es zu Hause zugemacht zu haben“, meinte Mayer. „Jetzt haben wir ein, zwei Tage mehr, um uns ein bisschen zu erholen.“

Sie sind fit, sie haben keine Verletzte und sie sind in guter Form. 

Trainer Rich Chernomaz über dioe Frankfurter

Die Frankfurter haben ihre Halbfinalserie gegen die Dresdner Eislöwen mit 4:0 gewonnen und standen bereits am Dienstagabend im Finale. „Sie sind fit, sie haben keine Verletzte und sie sind in guter Form“, lobte Chernomaz die Löwen.

Doch auch seine Mannschaft präsentierte sich in den Play-offs bislang stark - mit Ausnahme der 3:6-Heimniederlage am vergangenen Sonntag gegen Kaufbeuren.

Trainer Rich Chernomaz gibt Anweisungen.
Trainer Rich Chernomaz gibt Anweisungen. (Foto: Felix Kästle)

Ein Garant für den Finaleinzug war Goalie Jonas Langmann, der zum besten Spieler der Towerstars im Halbfinale gekürt wurde. Kaufbeurens Goalie Stefan Vajs wurde zum besten ESVK-Spieler gewählt. „Beide Torhüter haben einen sehr guten Jon gemacht“, sagte Chernomaz.

Dreimal ging es in die Verlängerung, auch der 3:0-Auswärtssieg der Ravensburger war nicht so deutlich, wie es das Ergebnis vermuten lässt. „Es war eine enge Serie“, sagte daher auch Kaufbeurens Trainer Andreas Brockmann.

„Ich ziehe den Hut vor meiner Mannschaft und bin sehr stolz.“ Dem ESVK fehlten einige Stammspieler, dennoch kämpften die Allgäuer bis zum Schluss.

Kurz nach dem Aus waren die Kaufbeurer natürlich niedergeschlagen. Ganz anders die Ravensburger. „Endlich stehen wir wieder im Finale“, sagte Torwarttrainer Christian Rohde. Er war Teil der Meistermannschaft 2011.

„Das ist schon wieder ewig her.“ Für viele aktuelle Towerstars-Spieler ist es das erste Finale ihrer Karriere. „Es ist ein geiles Gefühl“, sagte Kilian Keller. „Das Halbfinale war bislang das Größte für mich. Jetzt gilt es aber, dieses Gefühl noch zu toppen.“

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen