Towerstars gewinnen wilde Partie in Bietigheim

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 Shawn Weller schoss die Bietigheim Steelers zum späten Ausgleich, den Sieg holten sich aber die Towerstars (Goalie Jonas Langma
Shawn Weller schoss die Bietigheim Steelers zum späten Ausgleich, den Sieg holten sich aber die Towerstars (Goalie Jonas Langmann). (Foto: Imago)
Sportredakteur

Bietigheim Steelers – Ravensburg Towerstars 4:5 n.P. (0:1, 2:0, 2:3, 0:0, 0:1)

Tore: 0:1 (7:08) Mayer, 1:1 (22:03 UZ) Hauner (Weller), 2:1 (24:29) Cabana (Wenzel, Schoofs), 3:1 (47:47) McNeely (Weller, Goc), 3:2 (50:13) Pompei (Driendl, Dronia), 3:3 (57:00) Just (Driendl, Sturm), 3:4 (58:31) Czarnik (Mayer), 4:4 (59:38) Weller (Corrin, Sommerfeld), 4:5 (Penalty) Czarnik

Strafen: Bietigheim 12 Minuten, Ravensburg 12 Minuten

Zuschauer: 2500

Ein Spiel mit vielen Wendungen haben die 2500 Zuschauer am Sonntag in der Deutschen Eishockey-Liga 2 in Bietigheim gesehen. Die Ravensburg Towerstars lagen mit zwei Toren zurück, führten in der Schlussminute, doch die Bietigheim Steelers schafften den Ausgleich. Im Penaltyschießen sicherte Robbie Czarnik den Towerstars den Zusatzpunkt.

Anlaufzeit brauchte die Begegnung in der Ege-Trans-Arena nicht. Nach knapp 20 Sekunden bediente Tyler McNeely den Ex-Ravensburger Shawn Weller, Towerstars-Goalie Jonas Langmann wehrte jedoch ab. In der zweiten Minute zeigte Robbie Czarnik ein überragendes Solo an vier Bietigheimern vorbei. Es gab zwar keinen Treffer, aber eine Strafe gegen Bastian Steingroß. Kurz darauf kassierte Weller eine unnötige Strafe, die Towerstars waren fast anderthalb Minuten lang in doppelter Überzahl. Der Erfolg blieb aus.

Die Towerstars schafften aber dennoch den frühen Treffer – dank der Unterstützung der Steelers. Pascal Grosse spielte den Puck am eigenen Tor gegen die Bande, von dort prallte er vors Tor ab, wo Vincenz Mayer frei stand und das 1:0 erzielte. Direkt nach dem Bully hatte Weller die nächste dicke Chance für die Steelers, doch wieder scheiterte der Stürmer an Goalie Langmann. In der zehnten Minute brachte sich Kilian Keller mit einem Fehlpass selbst in Bedrängnis, bereinigte die Situation aber stark. Kurz vor der ersten Pause hatten die Bietigheimer in Überzahl die Doppelchance zum Ausgleich. Aber sowohl Frédérik Cabana als auch Benjamin Zientek scheiterten am Schoner von Langmann.

In Unterzahl schlug der Meister zurück. Norman Hauner eroberte im eigenen Drittel die Scheibe und durfte unbedrängt Richtung Ravensburger Tor fahren und abziehen – 1:1. Dieser Treffer gab den Steelers viel Auftrieb, die Towerstars dagegen verloren die Ordnung. Das hatte Auswirkungen. In der 25. Minute war Cabana völlig frei vor Langmann. Der erste Versuch ging an den Pfosten, der Nachschuss zum 2:1 ins Tor. Dennis Swinnen vergab kurz darauf eine Großchance. Die Towerstars brauchten etwas, um wieder ins Spiel zu finden. Eine Schrecksekunde für die Ravensburger Fans gab es in der 42. Minute. Hinse wollte die Scheibe vor dem eigenen Tor mit dem Schlittschuh mitnehmen, sie rutschte jedoch Richtung eigenes Tor – Langmann war aber rechtzeitig zur Stelle.

Als auf beiden Seiten ein Spieler auf der Strafbank saß, passte Weller klasse in den Slot zu Tyler McNeely, der auf 3:1 erhöhte. Wieder sah die Towerstars-Verteidigung nicht gut aus. „Wer mit zwei Toren führt, der muss den Sieg eigentlich nach Hause bringen“, meinte Steelers-Trainer Hugo Boisvert. Doch Pompei verkürzte erst auf 2:3 und bereitete in der 57. Minute den Ausgleich vor. Seinen starken Querpass brachte Robin Just im Fallen an Sharipov vorbei.

Starkes Unterzahlspiel

Jetzt hatte Ravensburg wieder Oberwasser – und als McNeely keinen Stock mehr hatte und Czarnik Platz lassen musste, schoss dieser anderthalb Minuten vor Schluss sogar das 4:3. Doch wie gegen Frankfurt gab es das späte Gegentor. Sharipov war vom Eis, Weller schoss Langmann den Puck zum 4:4 durch die Schoner. Es ging also doch noch in die Verlängerung. Dort arbeiteten die Towerstars in Unterzahl ganz stark und retteten sich ins Penaltyschießen. Da traf nur Czarnik. „Ich bin froh, wie meine Mannschaft zurückgekommen ist“, meinte Towerstars-Trainer Jiri Ehrenberger. „Das war ein Kampfsieg.“

Bietigheim Steelers – Ravensburg Towerstars 4:5 n.P. (0:1, 2:0, 2:3, 0:0, 0:1)

Tore: 0:1 (7:08) Mayer, 1:1 (22:03 UZ) Hauner (Weller), 2:1 (24:29) Cabana (Wenzel, Schoofs), 3:1 (47:47) McNeely (Weller, Goc), 3:2 (50:13) Pompei (Driendl, Dronia), 3:3 (57:00) Just (Driendl, Sturm), 3:4 (58:31) Czarnik (Mayer), 4:4 (59:38) Weller (Corrin, Sommerfeld), 4:5 (Penalty) Czarnik

Strafen: Bietigheim 12 Minuten, Ravensburg 12 Minuten

Zuschauer: 2500

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