Towerstars gehen zufrieden in die Pause

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 Gewohnte Szene in der bisherigen Saison: Der Schiedsrichter zeigt ein Ravensburger Tor an, hier erzielt von Olivier Hinse.
Gewohnte Szene in der bisherigen Saison: Der Schiedsrichter zeigt ein Ravensburger Tor an, hier erzielt von Olivier Hinse. (Foto: Felix Kästle)
Sportredakteur

Immer zum Deutschland Cup, wenn die deutschen Profieishockey-Ligen Pause machen, ist Zeit zum Durchschnaufen und Zeit zum ersten Fazit. Die Ravensburg Towerstars haben – wenig verwunderlich – viele Gründe, absolut zufrieden zu sein mit dem bisherigen Saisonverlauf. 15 Spiele, 13 Siege und nur zwei Niederlagen. Zwei Punkte Vorsprung vor Frankfurt, fünf Punkte vor Kaufbeuren, sieben vor Weißwasser – und das alles bei zwei Spielen weniger als die Konkurrenz. Stark!

Trainer Jiri Ehrenberger, von Haus aus kein Freund überbordender Euphorie, blieb auch am Sonntag nach dem 5:1 gegen den teilweise überforderten Deggendorfer SC, sachlich-nüchtern. „Zu Hause haben wir bislang wenig Punkte abgegeben.“ Um genau zu sein: einen. Nur beim 3:2-Sieg nach Verlängerung gegen die Heilbronner Falken holten die Towerstars in der Eissporthalle nicht die vollen drei Punkte. Die restlichen sechs Heimspiele gewann Ravensburg nach regulärer Spielzeit. „Meine Jungs haben stark gekämpft“, lobte Deggendorfs Trainer John Sicinski zwar seine Mannschaft. „Aber gegen eine Mannschaft wie Ravensburg hat das nicht gereicht.“ Das Duell des Tabellenführers gegen den Tabellenletzten war einseitig, das Ergebnis absolut verdient. Goalie Andrew Hare bewahrte seine Mannschaft vor einer noch höheren Niederlage.

Standesgemäßer Pflichtsieg also für die Ravensburger. Für Robin Just dennoch ein erinnerungswürdiger Abend. Denn am Sonntag schoss der 30-Jährige sein 200. Pflichtspieltor in der zweithöchsten deutschen Spielklasse. Für Schwenningen, Hannover, Bietigheim und nun in der zweiten Saison für Ravensburg geht Just auf Torejagd. Sein Reihenkollege Andreas Driendl wusste ganz offenbar, dass Just bei 199 Toren stand. Denn nach dem Treffer zum 5:1 drehte Driendl auf dem Weg zum Jubeln kurz um und sammelte den Puck für Just ein. Als Erinnerung.

In Erinnerung wird den Fans das Spiel gegen Deggendorf auch bleiben, weil die Towerstars nicht ein einziges Mal auf die Strafbank mussten. „Wir spielen nicht schmutzig“, sagte Ehrenberger lapidar und fügte an: „In Freiburg haben wir im Schlussdrittel schon genug Strafen bekommen.“

Nicht dabei war am Sonntag Ravensburgs Back-up-Goalie Michael Boehm. Der 21-Jährige war mit den Schwenninger Wild Wings in der DEL zu den Eisbären Berlin gefahren, weil Marco Wölfl wegen einer Leistenverletzung fehlte. „Wir haben eine Kooperation mit Schwenningen, das muss man umsetzen, wenn es nötig ist“, sagte Ehrenberger. Für Boehm saß bei den Towerstars Jonas Waldherr auf der Bank.

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