Towerstars empfangen die Rekord-Steelers

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Adam Havlik will sich am Wochenende für einen Vertrag bei den Towerstars empfehlen.
(Foto: Derek Schuh)

Wer stoppt die Bietigheim Steelers? Diese Frage stellt sich derzeit die gesamte DEL 2, denn die Mannschaft von Kevin Gaudet hat die letzten 13 Spiele in Serie gewonnen und thront mittlerweile unangefochten auf Platz eins der Tabelle. Am Freitag kommen die Steelers zum Topspiel nach Ravensburg (20 Uhr), wo sie ihre Rekord-Serie gegen die Towerstars ausbauen wollen.

„Man muss den nötigen Respekt vor denen haben“, sagt Towerstars-Trainer Dany Naud über die Steelers, „die haben viel Qualität.“ Das Spiel sei aber auch eine gute Herausforderung für seine Mannschaft. Am Sonntag spielen die Towerstars dann bei den Löwen Frankfurt (18.30 Uhr), die sich im Kampf um die Play-off-Plätze noch von Rang sechs nach oben schieben wollen. In einer Woche geht es für die Towerstars zum Meister und derzeit Zweitplatzierten Bremerhaven. „Wir haben jetzt drei Topteams nacheinander“, sagt Naud, „danach werden wir sehen, wo wir stehen.“

Wichtig wird das Wochenende für Neuzugang Adam Havlik, der Tscheche spielt derzeit vier Spiele auf Probe in Ravensburg und will sich im Rahmen von vier Try-out-Spielen für einen festen Vertrag anbieten. Havlik absolvierte bereits ein Spiel und trainierte jetzt eine komplette Woche mit der Mannschaft. „Er hat sich kontinuierlich verbessert, er passt sich gut an“, sagt Dany Naud. Der 25-Jährige sei ein schneller Außenstürmer, der auch den Blick für die Mitspieler habe. Das zeigt auch dessen Bilanz in der österreichischen Top-Liga EBEL, wo er für Orli Znojmo spielte. 55 Tore und 122 Assists sammelte der Tscheche hier. „Er geht auch in die Ecke“, sagt Naud, „nach diesem Wochenende werden wir sehen, wo er steht.“ Nach seiner Zeit in Österreich wechselte Havlik, der auch für die U-18- und die U-20-Auswahl seines Landes spielte, in die erste tschechische Liga, konnte dort aber nicht Fuß fassen. „Er muss seine Schnelligkeit ausnützen und die Mitspieler mitreißen“, fordert Naud.

Havlik selbst sieht sich eher als „Spielmacher“, er hofft, dass er für sein neues Team viele Torchancen kreieren kann. Er geht davon aus, dem Team auch im Powerplay helfen zu können. „Zuletzt hatte ich nicht viel Eiszeit“, sagte Havlik zu seiner Zeit in der tschechischen Liga, „ich habe am Ende auch nur in der vierten Reihe gespielt.“ Es sei dennoch eine gute Erfahrung gewesen, „jetzt gebe ich hier in Ravensburg mein Bestes“. Er sieht auch in der DEL 2 eine interessante Herausforderung, „ich hoffe, dass ich dem Team helfen kann und wir gute Resultate erzielen können.“ Der Stürmer weiß, dass er nicht viel Zeit hat, die Towerstars-Verantwortlichen zu überzeugen: „Ich muss jetzt sofort meine Stärken zeigen.“

Havlik spielt in Reihe zwei

Havlik wird gegen Bietigheim wieder in der zweiten Reihe neben Brandon MacLean und Fabio Carciola auflaufen, er hat somit erstklassige Mitspieler. Die erste Sturm-Reihe (Smith, Schmidt, Roloff) und die dritte (Vogt, Brandl, Krestan) bleiben unverändert. Da Raphael Kapzan seine Rippenverletzung mittlerweile auskuriert hat und in die Abwehr zurückkehrt, wird Philipp de Paly voraussichtlich wieder im Sturm auflaufen. Zusammen mit Hans Detsch und Andras Farny hätten die Ravensburger dann eine schlagkräftige und seit Langem wieder vollzählige vierte Reihe. Gegen Bietigheim steht Matthias Nemec im Tor, in Frankfurt hält voraussichtlich wieder Christian Rohde.

Gegen den Tabellenführer fordert Dany Naud am Freitag vor allem über 60 Minuten eine konzentrierte Defensivleistung, „nur so geht es“, sagt der Trainer. Bietigheim hat mit nur 90 Gegentreffern ohnehin die beste Abwehr der Liga, somit dürfte es für beide Offensivabteilungen schwierig werden, Tore zu schießen. Man darf getrost eine Abwehrschlacht erwarten. „Die Partie wird sehr eng“, sagt Naud, „Details werden entscheiden.“ Das erste Heimspiel gegen die Steelers verloren die Towerstars mit 1:7, in Bietigheim entführte man aber mit einem 2:1-Sieg die Punkte. Mit dem Ex-Ravensburger Justin Kelly (62 Punkte) und David Wrigley (59) haben die Steelers die beiden Topscorer der Liga in ihren Reihen. „Wir müssen gegen sie als Mannschaft geschlossen gut verteidigen“, sagt Naud, „die finden ansonsten immer den freien Mann.“

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