Thomas Gadek wirft überraschend hin

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Klaus Eichler

Bezirksliga-Tabellenführer SV Weingarten muss sich überraschend einen neuen Trainer suchen. Nachdem die Vorstandschaft Thomas Gadek das Vertrauen für die neue Saison entzogen hat, sah dieser keine Basis mehr für eine weitere Zusammenarbeit. Weingarten führt die Tabelle fünf Spieltage vor Schluss überlegen mit zehn Punkten Vorsprung an. Auch Philipp Meißner ist an diesem 29. Spieltag der Fußball-Bezirksliga nicht mehr Trainer des abstiegsgefährdeten SV Baindt.

Auslöser der Trainertrennung beim SV Weingarten vor dem Spiel gegen die SG Argental war laut dem Sportlichen Leiter Alexander Bleile, der in diese Entscheidung allerdings nicht involviert war, dass der Vorstand Gadek mitteilte, die Saison 2019/20 ohne ihn zu planen. Daraufhin beendete Gadek seine Arbeit beim Spitzenreiter mit sofortiger Wirkung. „Für Erfolg werde ich mich nicht entschuldigen“, sagte Thomas Gadek enttäuscht, „aber was da abgelaufen ist, kann man in der Presse nicht schreiben.“ Vorstand Heinz Zörner meint: „Wir haben den Vertrag mit Thomas nicht mehr verlängert. Ausschlaggebend war, dass die Mannschaft nicht mehr uneingeschränkt hinter dem Trainer stand.“ Gegen die SGA wird es eine Interimslösung geben. Als die SG Argental Anfang März in die Rückrunde startete, hatte die Mannschaft von Trainer Peter Riedlinger ein Zehn-Punkte-Polster auf die Abstiegsränge. Es folgte jedoch ein Abwärtstrend. Allerdings ist die SGA das einzige Team, das den SV Weingarten in dieser Saison besiegen konnte. Nach sieben Niederlagen in Folge scheint eine Wiederholung aber utopisch.

Auch der SV Baindt begibt sich wieder auf Trainersuche. „Im Nachhinein war es vielleicht zu spät“, sagt Teammanager Ulrich Geggier zur Trennung von Philipp Meißner. Zu Beginn der Rückrunde herrschte beim SVB Aufbruchstimmung. „Wieder mit Luca Wetzel im Tor haben wir uns schon etwas mehr Motivation erhofft“, sagt Geggier. Doch der kleine Aufwärtstrend verpuffte. Im Moment läuft’s eher wieder in die andere Richtung. „Wollen wir den Abstieg noch abwenden, müssen wir mindestens vier der fünf Spiele gewinnen“, sagt Geggier. Beim Tabellenletzten FC Isny wartet die erste Aufgabe auf die Interimstrainer Armin Lauriola und Michael Gauder. Beide waren 2017/18 schon einmal Feuerwehrmann beim SV Baindt.

„Platz zwei wollen wir nicht mehr hergeben“, sagt Trainer Daniel Feistle vom TSV Heimenkirch vor der Heimaufgabe gegen den TSV Meckenbeuren. Die überzeugenden Siege gegen Beuren und Argental brachten den TSV in eine komfortable Lage. Vier Punkte Vorsprung auf den Dritten Beuren sind ein gutes Polster. „Den Schwung wollen wir mitnehmen“, sagt Feistle.

Trainer Patrick Mayer vom SV Beuren glaubt nicht mehr daran, den TSV Heimenkirch noch abfangen zu können. „Es wird schwer, ich habe aber das Gefühl, die werden nicht mehr schwächeln.“ Personell läuft Beuren vor der Begegnung beim SV Fronhofen auf der letzten Rille. „Es gibt leichtere und schwerere Auswärtshürden“, sagt Mayer, „Fronhofen gehört sicher zu Letzerem.“

„Wir sind derzeit nicht die Übertruppe, brauchen aber auch nicht in Panik verfallen“, sagt Trainer Rolf Weiland vom VfL Brochenzell. Man müsse gegen den SV Maierhöfen-Grünenbach wieder die Tugenden an den Tag legen, die seinen VfL in dieser Saison stark machten. „Das heißt: laufen und kämpfen“, sagt Weiland, „denn spielerisch werden wir diese Aufgabe nicht lösen.“

Der FC Lindenberg strebt gegen den SC Unterzeil-Reichenhofen den zweiten Saisonsieg an. Die neun Unentschieden auf eigenem Terrain lasten schwer auf dem FC. Die knappe Niederlage beim SV Maierhöfen-Grünenbach ärgert Trainer Markus Reichart immer noch. „Da haben wir uns den Schneid abkaufen lassen.“ Kein Spiel mehr verlieren im Restprogramm will Klaus Gimple, Trainer des SV Kressbronn. „Den fünften Platz wollen wir halten.“ Gegner SV Eglofs hat noch sieben Endspiele im Kampf um den Klassenerhalt.

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