Technik und Tradition auf der Oberschwabenschau

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 Freuen sich auf die Oberschwabenschau 2018: Stephan Drescher, Christoph Neyer, Eugen Maucher, Willi Schaugg (von links).
Freuen sich auf die Oberschwabenschau 2018: Stephan Drescher, Christoph Neyer, Eugen Maucher, Willi Schaugg (von links). (Foto: Florian Peking)
Florian Peking

Vor zehn Jahren hätten die neuesten Maschinen, die diesmal auf der Oberschwabenschau gezeigt werden, noch nach Science-Fiction geklungen: Traktoren, die ganz alleine über die Felder fahren, und Melkmaschinen, die von Kühen bedient werden können. Nach einem Monat Aufbauzeit öffnet die 51. Oberschwabenschau am 13. Oktober ihre Pforten. Über 90 000 Besucher werden auf der Landwirtschafts- und Verbrauchermesse bis zum 21. Oktober erwartet. Im Fokus stehen dabei vor allem hochaktuelle Themen wie die Digitalisierung und Automatisierung der Landwirtschaft.

„Ein Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne“, nennt der Messeleiter Stephan Drescher die Themen der diesjährigen Oberschwabenschau in Ravensburg. Besucher können erleben, wie moderne Technik den traditionellen Bereich der Land- und Forstwirtschaft verändert. Von der vollautomatischen Melkmaschine bis zu autonom fahrenden Traktoren werden auf dem Ausstellungsgelände zahlreiche technische Lösungen präsentiert. Auch Laien sollen sich so über den aktuellen Stand der Technik in der Landwirtschaft informieren können.

Die Verbesserungen in der Landtechnik kämen dabei auch dem Wohl der Tiere zugute, wie Christoph Neyer betont. Sein Familienbetrieb Neyer Landtechnik aus Bad Waldsee-Mennisweiler ist als Aussteller auf der Messe vertreten. „Die vollautomatischen Melksysteme sind für die Kühe viel angenehmer, weil sie dann zum Melken gehen können, wenn sie selbst möchten.“ Auch das gehört für Messeleiter Drescher zur Oberschwabenschau dazu: Die Arbeitsweise in der Landwirtschaft nicht zu beschönigen, sondern zu zeigen, wie sie in der Realität tatsächlich praktiziert werde.

Buntes Rahmenprogramm

Eine Neuerung stellt in diesem Jahr der Agrarfachtag am Mittwoch, 17. Oktober, dar, der dieses Jahr erstmals organisiert wird. Etwa 20 000 Landwirte wurden dafür eingeladen. Die Aussteller beteiligen sich am Programm und laden zu Vorträgen, Vorführungen, Workshops und Referaten an ihre Messestände ein. Neues gibt es außerdem in Halle 16: Dort findet der neue Themenbereich „Auto, Technik, Sport“ seinen Platz.

Die Heimatstadt der Oberschwabenschau ist auf der Messe ebenfalls prominent platziert. Wie schon im vergangenen Jahr findet sich in Halle 2 die Sonderschau „Ravensburg erleben“. In einem eigens dafür konstruierten Kulissendorf, das dem Panorama von Ravensburg nachempfunden ist, können Besucher die Stadt und ihre Unternehmen entdecken. Auf diese Weise solle im Kleinen die ganze Vielfalt Ravensburgs dargestellt werden, so Andreas Senghas von der Wirtschaftsförderung der Stadt Ravensburg.

„Vielfalt“ ist auch für die Messeleitung das entscheidende Stichwort: Neben der Land- und Forstwirtschaft sind auf der Messe die Themen Bauen und Renovieren sowie Wohnen und Einrichten wichtig. Interessierte können sich hier vor Ort beraten lassen. Zudem soll es ein regionales gastronomisches Angebot mit Spezialitäten geben. „Dabei geht es oberschwäbisch zu“, betont Drescher. „Hochwertiges zum vernünftigen Preis.“

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